Rechtsform AG (Aktiengesellschaft)

AG (Aktiengesellschaft)

Bei der Rechtsform AG (Aktiengesellschaft) handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft. Sie bildet eine juristische Person und hat sowohl Rechte als auch Pflichten, die unabhängig von den Gesellschaftern (Aktionären) sind. Gesellschaftsanteile werden als Aktien von den Gesellschaftern – den Miteigentümern der Gesellschaft – gehalten. Je nach gehaltenem Anteil gestalten sich die Mitbestimmungsrechte der Aktionäre.

AG Gründung

Im Aktiengesetz (AktG) sind strenge Vorschriften für die AG-Gründung festgelegt. Folgende Schritte sind dafür notwendig:

  • Satzung erstellen und notarielle Beglaubigung
  • Anteilsübernahme durch die AG-Gründer
  • Bestellung von AG-Organen und Akteuren (Aufsichtsrat, Vorstand, Abschlussprüfer)
  • Gründungsberichtserstellung und Prüfung der Gründung
  • Einlagen hinterlegen (bar oder als Sachwerte)
  • Eintragung ins Handelsregister

Erst nach der Eintragung ins Handelsregister ist die Gründung einer AG abgeschlossen.

Start- / Grundkapital einer AG

Mindestens 50.000 Euro müssen als Grundkapital einer AG hinterlegt werden. Sie bilden die Basis, auf der die ersten Aktien ausgegeben werden: Nennbetragsaktien (Mindestwert: 1 Euro) oder Stückaktien. Der Handel der Aktien an der Börse ist nicht zwingend und findet meist nur bei großen AG statt.

Organe einer Aktiengesellschaft

Hauptversammlung

Die Rechte aller Aktionäre werden in der AG-Hauptversammlung vertreten. Sie muss einmal jährlich stattfinden und kann durch außerordentliche Hauptversammlungen ergänzt werden.

Aufsichtsrat

Er bildet das Kontrollorgan einer AG. Die Aufsichtsratsmitglieder können jederzeit Einsicht in die Bücher haben. Sie berufen den Vorstand und setzen ihn bei Notwendigkeit ab. Sie bestellen den Abschlussprüfer, der dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss präsentiert.

Vorstand

Seine Aufgabe besteht in der unabhängigen Leitung des operativen Geschäfts der AG. Über den Vorstand wird die AG nach außen repräsentiert. Es gilt das Prinzip der Gesamtvertretung, Befugnisse zur Vertretung durch einzelne Mitglieder müssen über Einzelvertretungsbefugnisse in der Satzung geregelt sein.