Finalisten 2011 aus Bayern

(10.09.2011)

HG Hans Geiger Formenbau GmbH
Nürnberg

Notenbankfähig. Zukunftssicher.

Die 1961 in angemieteten Kellerräumen gegründete Geiger Gruppe produziert heute Präzisionsformenbau und Kunststofftechnik an drei Standorten. Sie ist stolzer Wissensführer in der Erstellung von Klein- und Kleinstteilen für z.B. Medizintechnik oder für Anwendungen in der Automobilindustrie, Optik und im Haushalt. Mehrfach wurde sie für ihre Spitzenqualität ausgezeichnet und ist natürlich ISO-zertifiziert.

Die hervorragende Finanzstruktur des Unternehmens wurde als Notenbankfähigkeit von der Deutschen Bundesbank zertifiziert. Kontinuierliches Risikomanagement, Kooperationen zum Beispiel mit der Universität Bamberg und eine Ausbildungsquote von 10 Prozent bei mehr als 150 Beschäftigten in den drei Betrieben sichern die Flexibilität des Unternehmens. Geiger ist für seine auf gegenseitiger Wertschätzung beruhende Unternehmenskultur bekannt.  

Vor allem bei energiesparenden Werkzeugkonzepten und im Bereich der Werkstoffe und Materialien findet eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit statt. Das regionale Engagement ist breit gefächert und reicht vom Bildungs- und Weiterbildungsbereich über die Unterstützung von sozialen und Gesundheitseinrichtungen bis zur ökumenischen Wärmestube Nürnberg für Wohnungslose. Ehrenamtlich engagieren sich viele Mitarbeiter vor allem in der Jugendförderung.

Höchste Priorität hat bei Geiger die Sicherung der Qualität in allen Bereichen der Prozesskette. In Verbindung mit intensivem und konsequentem B2B-Marketing, dem neuentwickelten Corporate Design und dem Slogan „Geiger schafft Verbindungen“ wird Geiger auch in Zukunft seinen Markt sichern und seinen sozialen und gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen.

Hans Geiger wurde zum 2. Mal seit 2010 von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft Zweigniederlassung Süddeutschland zum Wettbewerb nominiert.

K&S Anlagenbau GmbH
Lengenwang

Innovation ist das beste Rezept gegen Krisen

Das Unternehmen hat sich mit seinen 56 Mitarbeitern und acht Auszubildenden auf die zusammengefasste Herstellung von Produkten auf einer Maschine/Anlage spezialisiert. Das erfordert, ohne manuelle Eingriffe im Herstellungsprozess auszukommen und Autonomie über mehrere Stunden zu erreichen. Das heißt: Fertigungsschritte wie Kleben, Fügen, Einpressen, Schrauben, Nieten, Verstemmen, Löten, Schweißen u. a. zu vereinen. Potenzielle Kunden können dadurch einen extrem hohen Teiledurchsatz bei sehr hoher Qualität realisieren.

Die frühe Einbindung des Unternehmens durch die Kunden bei der Entwicklung einer neuen Produktgeneration hat den Vorteil, die Verfahrensentwicklung gemeinsam zu gestalten um den gewünschten Erfolg und Marktvorsprung zu sichern. Hier hat sich das Motto: „Gegen eine Rezession oder Wirtschaftskrise ist Innovation das beste Rezept“, als durchaus erfolgreich bestätigt.
Das Unternehmen hat bei einem Umsatz von 4,2 Mio. Euro (2010) eine sehr hohe eigene Wertschöpfungskette. Durch verschiedene F&E-Projekte gibt es enge internationale wirtschaftliche Kooperationen und universitären Einrichtungen.

Ein Stanzbiegeautomat und ein Hochleistungspräzisionsrundtakt-Montageautomat sind gegenwärtig die Hauptumsatzträger. In einem kontinuierlichen Prozess, ohne Stopp bei der Übergabe von Komponenten in den nächsten Arbeitsprozess, wird eine drei- bis vierfach höhere Ausbringung gegenüber herkömmlichen Systemen erreicht. Das bedeutet wesentlich geringeren Maschinenverschleiß, erhebliche Senkung der Montage- und Energiekosten sowie eine echte Alternative gegen die Konkurrenz aus Fernost.

Die hohe Investitionsbereitschaft des Unternehmens in der ländlichen Region sichert seit vielen Jahren stabile Arbeitsplätze und solide Ausbildungschancen. Aktuell wird ein umfangreiches Angebot für „Jugend forscht“ ausgearbeitet, um bei den Jugendlichen technisches Interesse und Fähigkeiten zu wecken.
Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ - organisiert von der Krankenkasse - stößt auf großes Interesse der Mitarbeiter und trägt u. a. wie die regelmäßigen Schlittenrennen im Winter mit zu den sehr geringen Krankheitsausfällen bei.

K&S Anlagenbau wurde zum 3. Mal seit 2009 von der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. und dem Landkreis Ostallgäu zum Wettbewerb nominiert.

Rolladen Braun OHG
Weiding

Blick in die firmeneigene Erlebniswelt

Der bekannteste, beste und profitabelste Fenster- und Rollladenbau-Betrieb in Ostbayern und Westböhmen zu sein, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, Kunden mit bester Qualität sowie umfassendem Service noch besser zu binden und neue zu gewinnen, sind die klar formulierte Philosophie von Rollladen Braun.

Für die von vier Brüdern familiengeführte Firma mit aktuell 90 Beschäftigten und vier Auszubildenden war es schon immer eine große Herausforderung, als erster am Markt Produkte zu entwickeln, zu präsentieren und zu verkaufen. Im Jahr 1982 haben sie den geschlossenen Rollladenkasten erfunden. Später wurde von ihnen das Kunststofffenster in Ostbayern eingeführt, was in der von Holz dominierten Gegend eine große Aufgabe war. Gemeinsam mit der Firma Salamander brachte man weltweit den ersten runden Fensterflügel auf den Markt, der mittlerweile etwa die Hälfte der Fensterproduktion ausmacht.

Innovationen wie ein passivhaustaugliches Energiesparfenster und eine vollkommen neue Generation von passivhaustauglichen Haustüren werden exklusiv in den Markt eingeführt. Viele Partner wirken unterstützend mit, haben sich wie die Belegschaft in den Entwicklungsprozess eingebracht.
Das so entstandene Partner-Konzept hat eine integrierte Ausstellung mit zwölf Firmen aus der Region auf 2 000 qm zur Folge, die Produkte und Leistungen in der firmeneigenen Erlebniswelt präsentieren und die Synergien für alle Beteiligten aufzeigen.

Ein bewährtes Prämiensystem für Verbesserungsvorschläge und zur Werbung von Neukunden motiviert die Belegschaft - auch die in den sieben Kundenbüros in Tschechien und Ungarn - zur aktiven Mitwirkung und das mit beachtlichen Erfolgen.

Die Rollladen Braun OHG wurde zum 7. Mal seit 2005 von der Deutsche Post AG - Direkt Marketing Center Landshut und der Gemeinde Weiding zum Wettbewerb nominiert.

Schloss-Elmau GmbH & Co. KG
Elmau

Immer in der Spitzengruppe

Seit der Wiedereröffnung nach einem Großbrand verzeichnet das 210 Mitarbeiter und 50 Auszubildende beschäftigende als 5* Superior klassifizierte Hotel jährlich beachtliche Umsatzsteigerungen auf aktuell 17,2 Mio. Euro (2010) und erreichte selbst in der Wirtschaftskrise die höchste Average Rate deutscher Resorts. Es hat sich damit in nur drei Jahren vom Außenseiter zum Trendsetter der Internationalen Spa & Ferienhotellerie entwickelt.

Bemerkenswert sind, dass 100 Prozent der benötigten Wärme mit regenerativer Energie im eigenen Holzhackschnitzelkraftwerk und 20 Prozent der verwendeten elektrischen Energie im eigenen Wasserkraftwerk erzeugt werden.
Alle Restaurants sind mit einem Bio-Zertifikat ausgezeichnet. Sämtliche im Haus eingesetzten Skin Care-Produkte von Dermaviduals© entsprechen 100prozentig den physiologischen Anforderungen zur Gesunderhaltung der Haut.

Das Haus sicherte sich im internationalen Ranking des eidgenössischen Bilanz Magazins „Weltbeste Ferienhotels 2010“  weltweit den 2. Platz. In der langen Liste erworbener Award´s stehen u. a. im Guide Michelin 2010: Restaurant Luce d'Oro, 1 Stern und im Relax Guide 2008 bis 2011: Vier Lilien (höchste Bewertung).

Den Gästen wird ein Weltklasse Kulturprogramm mit mehr als 200 Veranstaltungen pro Jahr wie Konzerte von Klassik bis Jazz, Lesungen und Debatten mit einigen der weltbesten Künstler und Autoren, mehr als zehn Retreats mit international renommierten Yoga-Lehrern, ein jährliches Gourmet-Festival und Think Tank - politisch-wissenschaftliche Schloss-Elmau-Symposien in Kooperation mit international renommierten akademischen Institutionen und Think Tanks aus Europa, Israel und den USA - zu aktuellen Fragen der Zeitgeschichte und Geopolitik angeboten.

Schloss Elmau wurde erstmals durch den Tourismusverband München-Oberbayern e. V. zum Wettbewerb nominiert.

SSI Schäfer Noell GmbH
Giebelstadt

Den Mitbewerbern immer einen Schritt voraus

Der Spezialist für automatisierte Intralogistik-Anlagen ist führend im Bereich Trend setzende Innovationen, kundenspezifische Entwicklungen, innovative Softwareprogrammierungen und einzigartige Kundenlösungen. Es gilt insbesondere schwere und monotone Arbeiten durch Automation zu erleichtern, damit die Gesundheit der Mitarbeiter zu schonen und gleichzeitig neue Aufgaben zum Erhalt der Arbeitsplätze zu schaffen. Umgesetzt wird das von 462 Mitarbeitern und 49 Auszubildenden mit einer hohen Wertschöpfungstiefe in den Bereichen Stahlbau, Regalbediengeräte, Fördertechnik, Steuerungs- und Lagerverwaltungssysteme, die komparative Konkurrenzvorteile durch hohe Flexibilität, enorme Sicherheit sowie ein breites Spektrum an Know-how und Effizienz realisiert.

Alles aus einer Hand schafft Unabhängigkeit und Wettbewerbsvorsprung bei einem Jahresumsatz von 185 Mio. Euro (2010). Besondere Herausforderung ist, dass jede Anlage ein einzigartiges System darstellt, das individuell auf den Kunden und seine Bedürfnisse zugeschnitten wird.

Das Unternehmen betreut seine Kunden weltweit in mehr als 90 eigenen Vertriebs- und Servicestützpunkten in der Landessprache. Damit wird ein extrem hohes Maß an Kundennähe geschaffen, das in der Branche Maßstäbe setzt. Den Kunden wird ganzheitlicher Service von der Datenanalyse über Planungen von Lager- und Intralogistik-Lösungen, schlüsselfertige Inbetriebsetzung der Anlage mit zugehörigem Ersatzteilservice, regelmäßigen, präventiven Wartungen bis hin zur kompletten Instandhaltung und dem technischen Betrieb der Anlagen mit Leistungs- und Verfügbarkeitsgarantie (Total Cost of Ownership) geboten. Insbesondere mit den letzt genannten kompletten Servicepaketen ist das Unternehmen seinen Mitbewerbern im Bereich Maschinen- und Anlagenbau immer einen Schritt voraus.

SSI Schäfer Noell wurde zum 3. Mal seit 2009 durch den Landkreis Würzburg, die IMBEMA Consult GmbH und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung Süddeutschland zum Wettbewerb nominiert.

Standleitungen.de, Harald Prokscha
Hof

Jünger als das Gesetz gestattet

Bereits mit 17 Jahren machte Harald Prokscha sein Hobby zum Beruf, um seinen Lebensunterhalt bestreiten und finanziell unabhängig leben zu können. Seit fünf Jahren hält er aktuell bis zu drei Prozent Marktanteil im Bereich analoger Telefonanschlüsse der Telekommunikation Deutschland bei einem Umsatz von 5,7 Mio. Euro (2010). Er wurde beim deutschlandweiten Preisvergleich von Telefonanschlüssen Portel.de Testsieger 2009 und 2010 und ist aktuell größter "Alice"-Distributor Deutschlands.

Mit seinem günstigen Leistungsangebot bewegt sich das 72 Mitarbeiter und acht Auszubildende beschäftigende Unternehmen in einem Nischenmarkt. Seine Zielgruppe sind die etwa 14 Millionen Nutzer (überwiegend Menschen 50+). Eine kostenfreie und service-orientierte Beratung verdeutlicht die "Unique Selling Proposition".

Im Rahmen eines Sponsorings werden 100 Schulen, die über keinen oder einen schlechteren Internetzugang verfügen, unterstützt. Sie erhalten für zwei Jahre einen LTE-Highspeed-Internet-Anschluss. Das Unternehmen übernimmt die dafür anfallenden Kosten in Höhe von mehr als 100.000 Euro. Darüber hinaus werden im regionalen Engagement WorldVision, Aktion Mensch, Die Tafeln, Weißer Ring, Vereine und Schulen gesponsert. Mit Unterstützung der eigenen Webseite "atomfreierstrom.de" wird ein Beitrag im Bereich Umweltschutz geleistet; Community Facebook spielt dabei eine entscheidende Rolle: Für jeden zehnten "Fan" der Seite spendet das Unternehmen einen Baum für die Organisation Plant for the Planet.

Standleitungen wurde erstmals durch das Servicebüro Strunden zum Wettbewerb nominiert.

v.l.n.r.: Simone Söhnlein, Geschäftsführer HG Hans Geiger Formenbau GmbH; Anton Kelz, Geschäftsführender Gesellschafter K&S Anlagenbau GmbH; Nikolai Bloyd, Direktor Schloss-Elmau GmbH & Co. KG; Oswald Grün, Vice President SSI Schäfer Noell GmbH; Georg Braun, Geschäftsführer Rolladen Braun OHG; Harald Prokscha, Geschäftsführer Standleitungen.de (Foto: Boris Löffert)