Preisträger 2015 aus Bayern

(26.09.2015)

ASAP Holding GmbH
85080 Gaimersheim

Leidenschaft für das Automobil

ASAP steht für Automotive Systems And Projects. Erst 2010 gegründet, ist ASAP heute in Deutschland mit mehr als 720 Mitarbeitern an neun Standorten tätig. Das Unternehmen bietet als Partner der Automobilindustrie Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Engineering, General Service und Technical Service an. Ihr Leistungsspektrum reicht von der technischen Entwicklung über Projekt-,  Prozess-, Qualitäts- und Lieferantenmanagement bis hin zu globalen, produktionstechnischen Dienstleistungen. Der Fokus liegt auf zukunftsorientierten Technologien wie Leichtbau, alternative Antriebstechnik, Fahrassistenz- und Fahrregelsysteme sowie Elektronikentwicklung.

In Kooperation mit Automobilherstellern werden neue Verfahren, Techniken und Prüfumgebungen entwickelt. Die ASAP Holding GmbH engagiert sich im Bereich Bildung vor allem an ingenieurwissenschaftlichen und technischen Hochschulen sowie an verschiedenen Wirtschaftsfakultäten. Dies reicht von Fachvorträgen der Führungskräfte, über die Betreuung von Hochschulprojekten, dem Sponsoring von studentischen Veranstaltungen bis hin zur Teilnahme an Hochschulmessen.

ASAP-Mitarbeiter teilen Werte, die essentiell für das Miteinander innerhalb und außerhalb der Unternehmensgrenzen sind: MENSCHLICH, AUTHENTISCH, KOMPETENT, ERFRISCHEND, BEGEISTERND. Hier herrscht die feste Überzeugung, dass man mit seinen Werten verantwortlich für den Erfolg ist. Die fünf ASAP-Erfolgsfaktoren definieren zugleich die Handlungsfelder MENSCH, KUNDE, QUALITÄT, TECHNIK und ZUKUNFT. Werte sind hier spür- und erlebbar, gleichermaßen für Kolleginnen und Kollegen wie für Kunden und Geschäftspartner.

So entsteht bei ASAP aus den Visionen und der Tatkraft jedes Einzelnen etwas Großes. Denn Größe ist hier Ausdruck von Qualität, nicht von Quantität.

Das Jahr 2014 stand bei der ASAP Holding GmbH ganz im Zeichen der Gesundheit. So wurde unter anderem eine Blutspendenaktion organisiert, allen Mitarbeitern ein Erste-Hilfe-Kurs angeboten und ein Gesundheitstag in Zusammenarbeit mit der AOK durchgeführt.

Die ASAP Holding GmbH unterstützt als Sponsoring-Partner den Fußball-Bundesligisten 1. FC Ingolstadt. Darüber hinaus zeichnen sich viele Mitarbeiter und Führungskräfte durch ehrenamtliches Engagement als Trainer und Betreuer in verschiedenen Sportvereinen, von Fußball über Tanz bis hin zu Schach, aus.

Die ASAP Holding GmbH wurde 2015 zum 4. Mal in Folge zum Wettbewerb durch die Euro Industrie Consulting GmbH, die Volksbank Heilbronn eG, die Klaus Petersen M. A. Management Consulting, die Volksbank Heilbronn eG und die Kreissparkasse Heilbronn nominiert. 2014 erfolgte die Auszeichnung als Finalist.

 

MAWA GmbH
85276 Pfaffenhofen/Ilm

„Hänge-Kultur“

Die Mawa GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das im Jahr  2008 von Michaela Schenk übernommen und auf die neuen Marktanforderungen ausgerichtet wurde. Der Sitz der Mawa GmbH mit Produktion, Verwaltung und Vertrieb ist in Pfaffenhofen.

Das Unternehmen stellt Kleiderbügel und Ordnungssysteme aus Metall,  Holz und Kunststoff für Haushaltwaren, Ladeneinrichtungen und Hotels her. Das Sortiment umfasst über 500 Produkte. Mit einem Exportanteil von 70 Prozent beliefert die Mawa GmbH weltweit mehr als 50 Länder. Im vergangenen Jahr wurden 186 neue Kunden gewonnen. Jedes Land, jede Gesellschaft hat ihre eigene "Hänge-Kultur". Bei den Einen ist es die Platzersparnis die zählt, bei den Anderen die Farbenvielfalt, bei den Nächsten die Antirutschbeschichtung, wieder Andere legen Wert auf hohe Belastbarkeit. Verbraucherbedürfnisse werden ermittelt und finden in unterschiedlichen Geschäftsmodellen Berücksichtigung.

Die Mawa GmbH ist der einzige Hersteller von Kleiderbügeln für die genannten Märkte. Ihr Alleinstellungsmerkmal entsteht durch den hohen Automatisierungsgrad und effiziente Arbeitsabläufe. Schwerpunkt ist daher nicht, die Mitarbeiteranzahl von derzeit 58 zu erhöhen, sondern die Weiterbildung der Mitarbeiter zu fördern. Die Beschäftigen werden regelmäßig durch externe Berater in punkto Qualitätsmanagement und Vertriebsoptimierung geschult.  Auszubildende werden in ein festes Arbeitsverhältnis als Industriemechaniker in der Produktion übernommen.

2014 organisierte die Mawa GmbH ihre Bereiche um. Die Verantwortlichkeit der Bereichsleiter wurde verstärkt und Entscheidungswege verkürzt.

Eine weitere Maßnahme war die Umstellung der Produktionsabläufe. In Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth wurde die Fertigung auf Kanban, einer Methode der Produktionsprozesssteuerung, umgestellt. Mit dem Ergebnis: Verkürzung der Lieferzeiten, Flexibilisierung bei der Anfertigung von Sonderprodukten und aktive Produktionsplanung statt reaktiver Planung erst bei Auftragseingang.

Die Mawa GmbH unterstützt Asylbewerber im Landkreis bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und Praktika. Hierzu wurde eine Initiative im Wirtschaftsbeirat gegründet. Die Geschäftsführerin des Unternehmens, Michaela Schenk, hat die Leitung dieser Initiative übernommen. Zur Unterstützung lokaler Künstler wurde ein Atelier für bildende Künste auf dem Werksgelände der Mawa GmbH eingerichtet. Des Weiteren werden vom Unternehmen Ausstellungen sowie der Kunstwettbewerb MAWAart in Pfaffenhofen und der Designwettbewerb mit der Bauhaushochschule in Dessau gefördert.

Die MAWA GmbH wurde 2015 zum 7. Mal in Folge zum Wettbewerb durch die IMBEMA Consult GmbH, die Klaus Petersen M. A. Management Consulting und das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm nominiert. 2013 erfolgte die Auszeichnung als Finalist.

 

Hirsch KG
95615 Marktredwitz

Keine Feder ist wie die andere

Als Georg Hirsch 1954 sein Unternehmen gründete, konnte niemand damit rechnen, dass sich aus dem ehemaligen Zwei-Mann-Betrieb ein Familienunternehmen in der dritten Generation mit heute 123 Mitarbeitern und 13 Azubis auf einer Produktionsfläche von 10.000 qm entwickeln wird.

Die Hirsch KG produziert technische Federn in allen erdenklichen Größen, Formen und Stärken. Mehr als 40.000 Federn zählt das Unternehmen, die in der Autoindustrie, Medizintechnik, in Designermöbeln, in der Elektronik und in Spielwaren zum Einsatz kommen. Keine Feder ist wie die andere. Als reiner Zulieferbetrieb mit ausschließlich vom Kunden designten Sonderteilen berät das Unternehmen mit eigenem Fachwissen, die besonderen Anforderungen werden vom Kunden definiert.

Mit der Investition in eine Gleitschleif- und in eine Sandstrahlanlage zur Oberflächenbehandlung der Federn, kann flexibler auf Kundenwünsche reagiert werden, da dieser Arbeitsgang nicht mehr außer Haus gegeben werden muss und damit Transport- und Arbeitskosten wegfallen.  Neben internen Forschungsprojekten beim Bau von Maschinen und Werkzeugen, nimmt die Hirsch KG regelmäßig an Kooperationsprojekten, beispielsweise mit der Hochschule Kempten, teil.

2014 konnten mehr als 20 Praktikanten der Mittel- und der Realschule in der Hirsch AG  an Berufe der Metallindustrie herangeführt werden. Nachwuchsprobleme kennt das Unternehmen nicht. Arbeitszeiten können die Mitarbeiter flexibel gestalten. Im Unternehmen gibt es 13 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, die mit jedem Mitarbeiter individuell geregelt werden können. Dies kommt alleinerziehenden Müttern zu Gute und jenen Mitarbeitern, deren Partner im Schichtbetrieb arbeiten. Die Hirsch KG zahlt außerdem regelmäßig Urlaubs- und Weihnachtsgeld an alle Mitarbeiter, auch an ihre Auszubildenden.

In bevorzugter Weise fördert die Hirsch KG  regionale Kinder- und Jugendprojekte. Hierbei finden vor allem Kindergärten, Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren, THW und andere hilfeleistende Verbände Unterstützung wie auch kulturelle Aktivitäten.

Die Hirsch KG wurde 2015 zum 5. Mal in Folge zum Wettbewerb durch die Stadt Marktredwitz, die IMBEMA Consult GmbH und die IHK für Oberfranken Bayreuth nominiert. 2014 erfolgte die Auszeichnung als Finalist.

 

OPED GmbH
83626 Valley/Oberlaindern

Gips ist out

Eine Alternative zum Gipsverband finden - das war die Idee der OPED-Gründer 1992. Und tatsächlich ersetzen heute moderne Vakuumschienen mehr und mehr den Gips. Das funktioniert so: Tausende kleine Styroporkügelchen in einem Vakuum-Kissen schmiegen sich konturgetreu an Fuß oder Arm an. Wird dem Kissen die Luft entzogen, legt es sich wie eine zweite Haut um den verletzten Körperteil. Ein Kunststoffrahmen gibt Halt und Schutz. Mit ihren Produkten, die unter anderem bei Behandlungen von Fuß- und Sprunggelenkverletzungen eingesetzt werden, ist die OPED GmbH Marktführer in Deutschland. Weitere Neuentwicklungen, wie eine aktive Bewegungsschiene nach Knie-Operationen, unterstreichen die Spezialisierung des Unternehmens auf Hilfsmittel für die Reha nach Verletzungen.

Die OPED GmbH mit Hauptsitz in Valley, hat zwei Niederlassungen und mehrere Tochtergesellschaften. Das Unternehmen pflegt ein enges Netzwerk im orthopädisch-traumatologischen Bereich. Daneben wird zu den überwiegend regional ansässigen Lieferanten ein kooperatives Verhältnis gepflegt. Mit einigen familiengeführten Medizintechnikfirmen besteht zudem über gemeinsame Beteiligungen an Tochtergesellschaften eine enge Form der Kooperation.

Das Unternehmen wächst seit Jahren kontinuierlich. So stieg der Umsatz von 31,9 Mio. Euro im Jahr 2013 auf über 35,1 Mio. Euro im Folgejahr. Im Unternehmen sind 310 Mitarbeiter beschäftigt. Bislang wurden alle Auszubildenden nach Abschluss ihrer Lehrzeit übernommen; in den letzten vier Jahren 63 Auszubildende.

Die OPED GmbH bietet ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle an, was viele Eltern gern annehmen. Aktuell sind rund 30 Zeitmodelle im Einsatz und das weitestgehend auf Basis einer elektronisch erfassten Vertrauensarbeitszeit.

Die Mitarbeiter sind finanziell am Unternehmenserfolg beteiligt. Ein Teil des Gehalts ist variabel und orientiert sich für alle Mitarbeiter gleichermaßen und transparent an der Umsatzrendite. Viele Mitarbeiter sind zudem Miteigentümer des Unternehmens. Die Angestellten können Aktien der Schweizer Muttergesellschaft erwerben.

Die OPED GmbH sponsert das Amateur-Mountainbike-Team "Zwillingscraft", das sich vor allem für Rennfahrer engagiert die nebenberuflich ihrem Hobby nachgehen.  Regelmäßig unterstützt das Unternehmen den lokalen Sportverein und die Einrichtung der örtlichen Kinderkrippe, um die Betreuungsmöglichkeiten der Mitarbeiterkinder zu fördern.

Die OPED GmbH wurde 2015 zum 8. Mal in Folge zum Wettbewerb durch die SMG Stadtmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH und die Regierung von Oberbayern nominiert. 2010 erfolgte die Auszeichnung als Finalist.

 

SCHERDEL GmbH (die Auszeichnung erfolgte bereits am 5.9.2015 zur Gala in Dresden)
95615 Marktredwitz

Auf solidem Wachstumskurs

Vor 125 Jahren ursprünglich als Drahtzieherei für die Klaviersaitenherstellung gegründet, schließt sich schon bald  die Weiterverarbeitung von Federstahldrähten zu Speichen, biegsamen Wellen-, Zug-, Druck- und Drehfedern an.

Die SCHERDELl GmbH bietet heute ein umfassendes Portfolio, beginnend mit der Metallumformung, Montage- und Fügetechnik über Maschinen- und Werkzeugbau bis hin zur Oberflächentechnik an. Forschungs- und Entwicklungsleistungen runden das Angebot ab. Die Weiter- und Neuentwicklung der Produktpalette sichert einen jährlichen Neuteile-Eingang für das Seriengeschäft im Wert von inzwischen rund 100 Mio. Euro Jahresumsatz und somit das überdurchschnittliche Wachstum des Unternehmens.

Die SCHERDEL GmbH produziert in 39 Werken in Europa, Asien und den USA. Trotz großer Investitionen international, betreffen rund drei Viertel der Investitionen den Ausbau der 29 Standorte in Deutschland. Eine technisch fundierte Marktbetreuung vor Ort durch firmeneigene Anwendungstechniker und Vertriebsingenieure sichert Kundenzufriedenheit und steigende Marktanteile. Dazu wird Personal aufgebaut.

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 4.543 Mitarbeiter und bildet 286 Auszubildende aus. Die fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird unter anderem durch eine unternehmenseigene Akademie unterstützt.

Die SCHERDEL GmbH fördert Veranstaltungen, Initiativen und Vereine, besonders aus den Bereichen Hochschule, Schule, Sport, Kultur, Soziales und Wirtschaft. Als Gründungsmitglied der Akademie-Steinwald-Fichtelgebirge, als Mitglied beim IHG, der Unternehmerinitiative Hochfranken, beim Förderverein "Lebens- und Wirtschaftsraum Fichtelgebirge e. V." sowie anlässlich von bei Tagen der offenen Tür agiert und wirbt das Unternehmen für die Regionen, in denen seine Betriebe ansässig sind.

Die SCHERDEL GmbH wurde zum 10. Mal seit 2005 zum Wettbewerb durch die Servicestelle Region Franken der Oskar-Patzelt-Stiftung, die WFG Marktredwitz GmbH, die Stadt Marktredwitz, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft Zweigniederlassung Süddeutschland, die IMBEMA Consult GmbH, Klaus Petersen M. A. Management Consulting und die IHK für Oberfranken Bayreuth nominiert.

Herr Michael Neisen, Geschäftsführer (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Andreas Schebesta)

Frau Michaela Schenk, Geschäftsführerin (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Andreas Schebesta)

Herr Reinhard Himmer, Geschäftsführer; Frau Alexandra Himmer, Maketing (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Andreas Schebesta)

Herr Christian Puritscher, Geschäftsführer (Foto: Oskar-Patzelt-Stiftung, Andreas Schebesta)