Preisträger 2007 aus Mecklenburg-Vorpommern

(01.11.2007)

Dockweiler AG, Neustadt-Glewe

Der 1981 in Hamburg gegründete und 1999 nach Neustadt-Glewe verlegte Betrieb wurde 2001 in eine AG gewandelt. Dockweiler ist europäischer Marktführer bei der Fertigung von Edelstahlrohen und Edelstahlformteilen für den Anlagenbau der Pharma- und Halbleiterindustrie. Darüber hinaus werden Anlagenkomponenten sowie Spezialbehälter für den Einsatz metall-organischer Substanzen - unter anderem für die LED-Produktion - vorgefertigt.

Zehn Prozent der aktuell 122 Mitarbeiter sind in der Qualitätskontrolle tätig und sichern spezielle Zertifizierungen wie die Dot-Zulassung - eine weltweite Transportzertifizierung von Behältern, die mit hochgiftigen und feuergefährlichen metallorganischen Substanzen transportiert werden. Babys von Mitarbeiterinnen erhalten ein Begrüßungsgeld von 2.000 Euro, die Mütter arbeiten bis zum 10. Lebensjahr ihrer Kinder bei vollem Lohnausgleich täglich eine Stunde weniger.

Die Ausbildungsquote beträgt 12 Prozent. Mit Patenten, Produktions- und Verfahrensentwicklungen sowie Schutzrechten sichert Dockweiler sein Marktsegment. Allein im letzten Jahr konnte der Umsatz um 30 Prozent auf 29,1 Mio. Euro gesteigert werden. Gewinne werden grundsätzlich im Unternehmen thesauriert.

folian GmbH, Groß Lüdershagen

Der „kleine aber feine” Spezialist für Folienveredlung versorgt die moderne Lebensmittelindustrie mit leistungsfähigen, individuell veredelten Verpackungsfolien zu marktfähigen Konditionen. Rund 200 verschiedenen Kunststofffolien für die Nahrungsgüterwirtschaft sowie Etiketten für die Getränkeindustrie werden im 4-Schicht-Betrieb bedruckt und veredelt.

Seit der Auszeichnung als Finalist 2005 konnte der Umsatz auf 13 Millionen Euro verdoppelt und die Mitarbeiterzahl um 50 Prozent auf aktuell 71 Beschäftigten gesteigert werden. 80 Prozent der Mitarbeiter wurden aus der Arbeitslosigkeit geholt.

Mit dem wirkungsvollen Einsatz von Qualitätsmanagement, Patenten und Gebrauchsmustern sowie speziellen Zertifizierungen wie die als erstes deutsches Unternehmen von der deutschen Pfandgesellschaft, sichert das Unternehmen seine Neuentwicklungen, die den Kunden - beispielsweise als hochwertige Verpackungsfolie, die zunehmend den klassischen Karton verdrängt - für eine erfolgreiche Marktpräsenz zur Verfügung stehen.

HAFF-Dichtungen GmbH, Ückermünde

Flachdichtungen in verschiedensten Ausführungen für die chemische, die Gummi- und Kunststoffindustrie werden in Ückermünde produziert. Nach Einführung des Qualitätsmanagements und im Ergebnis erfolgreicher Zertifizierungen wurde das Unternehmen mit fünf weiteren Firmen deutschlandweit zur Dichtungsherstellung gemäß VdTÜV-Merkblatt Dichtung 100, speziell für Mann-, Kopf- und Handlochdichtungen, zertifiziert.

Aktive Beratertätigkeit vor Ort formt das Unternehmen zum Bindeglied zwischen Materialhersteller und Anwender. Das gilt insbesondere im Zusammenhang mit der Asbestsubstitution. Die Marketingstrategie des 1990 gegründeten Unternehmens ist dreigleisig: Vertrieb der Firmenprodukte an Erstausrüster, bundesweite Einbeziehung von Stützpunkthändlern, und Schaffung eines höheren Bekanntheitsgrades im Ausland, um die Exportquote von derzeit 15 Prozent zu steigern.

20 Mitarbeiter realisierten einen kontinuierlich steigenden Umsatz, der 2006 bei 1,6 Mio. Euro lag. Zwei Drittel der Mitarbeiter sind regional in der Sportförderung, im Jugendsport sowie in verschiedenen kulturellen und örtlichen Vereinen tätig.

Klaus-Dieter Fiebig, Vorstand Dockweiler AG

Manuela und Stefan Muschter, Geschäftsführende Gesellschafter folian GmbH

Peter Ruhnau, Geschäftsführender Gesellschafter HAFF-Dichtungen GmbH (Fotos: Igor Pastierovic)