„Wer jung ist, reist gern“

(05.03.2013)
Der Weg eines Logos durch Mitteleuropa bis nach China

Leipzig (ptm 2/13) - Nackt steht er da und weist gen Himmel. Er erwärmt die Herzen auf eine außergewöhnliche Weise. In Verkörperung eines bronzenen Jünglings verheißt der „Große Preis des Mittelstandes“ den Ausgezeichneten nicht nur eine vielversprechende Zukunft auf dem Markt. Er zollt ihnen Respekt. Seit 19 Jahren unterstützt er ihren Mut und bekräftigt sie in ihrem Engagement. Nach Ablauf der dreimonatigen Frist konkurrieren seit 31. Januar 2013 insgesamt 4.035 nominierte Unternehmen um diese Auszeichnung. Das sind 446 mehr als im Vorjahr.

Letztlich gewinnen alle

„Der Preis ist eine Bestätigung“, erklärt Dr. Helfried Schmidt, Initiator der Auszeichnung und Vorstand der Oskar-Patzelt-Stiftung. Bestätigt werden die eingeschlagenen Wege der Unternehmen, die mitunter steinig waren und Mühen kosteten. „Eine Auszeichnung kommt selten allein“, fügt er hinzu. So bekam im Januar 2013 das Jenaer Unternehmen ASI-Anlagen, Service, Instandhaltung GmbH unter Gerhard Schade erneut eine Anerkennung.

Dem Preisträger des „Großen Preises des Mittelstandes 2007“ wurde von der Industrie und Handelskammer Ostthüringen die Ehrenurkunde für vorbildliche handwerkliche Ausbildung verliehen. Durch eine ganz eigene Motivationsmethode trage das Unternehmen dazu bei, den allgemeinen Mangel an Fachkräften zu reduzieren.

Jedes Quartal bekommt der beste Auszubildende einen Firmenwagen zur freien Verfügung gestellt. Letztlich gewinnen alle: der Markt, der Lehrling und das Unternehmen. Denn wer jung ist, reist gern. Nicht nur die auf die Autotür geklebten Firmenlogos werden präsentiert, sondern auch die Bilder der Preise und Auszeichnungen. „Die nackte Bronze des Mittelstandspreises fährt damit durch das Land“, sagt Schmidt und lächelt.

Mit Herzblut angepackt

Der vom Opens external link in new windowLeipzig Fernsehen als resonanzstärkster Wirtschaftspreis Deutschlands betitelte „Große Preis des Mittelstandes“ steht 2013 unter dem Motto „Erfolg für alle“ und knüpft damit unmittelbar an das 2012 ausgerufene Motto „Leistung mit Leidenschaft“ an.

Wie die Opens external link in new windowFrankenschau im Oktober 2012 berichtete, hatte die ostfränkische Stadt Marktredwitz ihre Projekte mit Herzblut angepackt und war dafür von der Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem Sonderpreis „Kommune des Jahres 2012“ ausgezeichnet worden. Damit würde der momentane Strukturwandel der Stadt unterstützt werden. Schmidt nickt anerkennend.

„Der Preis ist nicht nur Bestätigung, er wirkt auch aufputschend“, fügt er hinzu. Beispielsweise erfahre die Harzer Rundfunk GmbH Gernrode unter Klaus-Dieter Weber mehr und mehr Aufwind. Der Preisträger des „Großen Preises des Mittelstandes 2011“ bekam im Folgejahr das „Zertifikat für Nachwuchsförderung“ verliehen.

Damit nicht genug. Weber engagiert sich vielfältig und themenübergreifend. Er tritt für die sozial-politische und wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts ein. Der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) ist auch Vorstandsvorsitzender des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes der Wirtschaft (AVW) des Bundeslandes und wurde im Dezember 2012 erneut in den Vorstand des Vereins Sachsen-Anhalt Automotive e.V. gewählt. In dieser Position hilft er die länderübergreifende Zusammenarbeit der ostdeutschen Automobilindustrie (ACOD) nachhaltig zu entwickeln.

Chinas Wirtschaft floriert

„Branchenübergreifende Vernetzung zeigt am auffälligsten das WWW, jedoch wird auch der Mittelstandspreis zum branchenübergreifenden Bindeglied.“ Schmidt tippt auf ein Opens external link in new windowBuch-Cover mit aufgeklebtem Button: Auf dem bronzefarbigen Schild steht „Opens external link in new windowMittelstands-Buch 2012“ geschrieben. Darunter ist die Bronzeplastik zu sehen. Das „2013er Buch“ müsse erst noch gelesen werden. Schmidt lächelt. In unregelmäßigen Abständen mutiere der nackte Ökonom zum Literaten.

Dagegen ließen sich Websites schnell und multidirektional miteinander koppeln. Schmidt hebt den Finger. „Die Welt der lateinischen Schrift ist damit rasch verlinkt. Doch gerät in Staunen, wer die Bronze auf chinesischsprachigen Websites antrifft.“ Chinas Wirtschaft floriert. Auch die badische Orgelbauwerkstatt Jäger & Brommer aus Waldkirch hat einen Anteil daran. Zwischen 2008 und 2011 baute der Preisträger des „Großen Preises des Mittelstandes 2010“ drei Orgeln für die ostchinesische Hafenstadt Qingdao (Tsingtau). Für seine mitunter mühsamen Wege wurden dem Unternehmen weitere Auszeichnungen zuteil. So kürte die Kulturstiftung Pro Europa das Unternehmen unter Heinz Jäger und Wolfgang Brommer zum Wahrer europäischen Kulturgutes.

Während der „Große Preis des Mittelstandes“ auch in der Wettbewerbstabelle der Förderberatung der Bundesregierung gelistet ist, sticht der Wissenstest von Opens external link in new windowZeit-Online am 16. Februar 2011 besonders heraus. Hier reihte sich die Oskar-Patzelt-Stiftung als Stifter der Bronzeplastik in einen Fragenkatalog ein, der sich auch Besonderheiten katholischer Päpsten widmete. „Dem nackten Jüngling in seiner Bedeutung hat das nicht geschadet“, sagt Schmidt und lächelt wieder.

Gerhard Schade, ASI GmbH Jena, mit "Azubi-Mobil" (Fotos: ASI GmbH)

Gerhard Schade, ASI GmbH Jena, mit "Azubi-Mobil" (Fotos: ASI GmbH)

Websites von zeit.de, orgel.cn und foerderinfo.bund.de

Websites von zeit.de, orgel.cn und foerderinfo.bund.de

Großes Konzerthaus in Qingdao (Tsingtao) mit Orgel von Jäger?&?Brommer (4 Manuale, 74 Register) (Foto: Jäger & Brommer)

Großes Konzerthaus in Qingdao (Tsingtao) mit Orgel von Jäger?&?Brommer (4 Manuale, 74 Register) (Foto: Jäger & Brommer)