Was 2009 geschah

(23.09.2011)

Mittwoch Nachmittag, 09. Dezember 2009, MARITIM Hotel Magdeburg: 15 Jahre Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“. Das Datum hat Geschichte: Am 09. Dezember 1994 sprachen Dr. Helfried Schmidt, Herbert Goliasch (†), damals CDU-Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag und Die­ter Manegold, damals Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig erstmals über die Ausrichtung eines solchen Wettbewerbs.

Ziel war es, mit einem Wirtschaftspreis Anerkennung und Respekt gegenüber dem unternehmerischen Mittelstand durch Respekt und Achtung, durch Vergleich und Auszeichnung zu fördern. Kleine Firmen, die gerade zehn oder 20 Mitarbeiter haben, und große, wie zum Beispiel die  Rudolf Ostermann GmbH aus Bocholt, deren geschäftsführende Gesellschafterin Dagmar Daxenberger in diesem Jahr als Preisträgerin ausgezeichnet wurde. Jetzt, 15 Jahre später, war der 09. Dezember ein Tag der Besinnung. In wenigen Jahren hat sich der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ zu Deutschlands wichtigstem Mittelstandswettbewerb mit jährlich über 3.000 nominierten Unternehmen entwickelt. Dr. Helfried Schmidt und Petra Tröger, Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, begrüßten zur Jubiläumsfeier rund 200 Gäste, wie Cornelia Pieper, stellv. Bundesvorsitzende der FDP und Staatsministerin im Außenministerium, Botschafterin und Kuratoriumsmitglied der Oskar-Patzelt-Stiftung, Karl Noltze, Regierungspräsident der Landesdirektion Chemnitz, Kuni Ludwig Both, Präsident des Europaverbandes der Selbständigen, zahlreiche Abgeordnete, Landräte, Bürgermeister und natürlich viele Unternehmer, die im Laufe der Jahre zur Oskar-Patzelt-Stiftung gefunden hatten.

Schon seit 1995 reist die Preisstatue im Handgepäck von Ausgezeichneten sogar um die Welt: Als Hingucker und Alleinstellungsmerkmal bei Messeauftritten: Japan, USA, China, Dubai,… Hunderte separate Veranstaltungen in Firmen wurden der Nominierung oder der Auszeichnung gewidmet: Zum hessischen Fachbetrieb für Ausbau-, Maler-, und Putzarbeiten OKEL kam extra die Ministerin. Der Spezialist für behindertengerechte Fahrzeugumbauten PARAVAN aus Baden-Württemberg wurde von Stardesigner Colani auf seine Auszeichnung als „Finalist“ angesprochen. Und als die rheinland-pfälzische 130 Jahre alte Dachdeckerfirma KOCH Bedachungen, selbst Finalist 2009, mit inzwischen 360 Mitarbeiter hörte, dass die 32-jährige Christiane Beeres mit dem Fahrrad auf den Himalaya fahren wollte, zum Dach der Welt, da unterstützte sie diese Aktion selbstverständlich.

15 Jahre Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“, das sind 15 Jahre Wirken für den unternehmerischen Mittelstand, Netzwerkarbeit und Öffentlichkeitsarbeit. „Bühne frei!“ unter dem Motto „Gesunder Mittelstand – Starke Wirtschaft – Mehr Arbeitsplätze“. Zahlreiche Schwierigkeiten und Rechtsprobleme wurden überwunden. In 15 Jahren entstanden aber auch viele Kontakte und Freundschaften. 15 Jahre lang wurde der Wettbewerb vollständig ehrenamtlich und ausschließlich privat finanziert – ohne einen Euro Steuergelder. 15 Jahre sind ein Versprechen – auch künftig fest an der Seite des unternehmerischen Mittelstandes in Deutschland zu stehen, der Existenzgründer und „alten“ Familienunternehmen, der Dienstleister, Produzenten und Händler, der Handwerker und Freiberufler.

„Der von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergebene ‚Große Preis des Mittelstandes‘ ist deutschlandweit die begehrteste Wirtschaftsauszeichnung“ schrieb die WELT im Herbst 2009. Wenn das kein medialer Ritterschlag ist! Auch in Wikipedia gibt es fast 30 Artikel, die sich ausdrücklich auf den Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ beziehen. Google findet hunderttausende Webseiten, die den Wettbewerb erwähnen. Und auf allen wichtigen Plattformen von Youtube und FlickR bis Facebook, Twitter und Xing findet man heute Einträge und Informationen zum Wettbewerb. Mehr als 40 Bücher verschiedener Genre erwähnen den Wettbewerb oder berichten ausführlich über Teilnehmer und Preisträger. Solche Resonanz bedeutet Ehre. Das freut natürlich, zumal es keineswegs leicht war, aus kleinsten Anfängen heraus, gegen viele Widerstände und Schwierigkeiten, diesen Wettbewerb aufzubauen. Jährlich tausende nominierende Institutionen, 3.500 nominierte Unternehmen, mehrere zigtausend Seiten Dokumente, 14 Jurys mit insgesamt rund 100 Juroren und die anderen Funktionen und Gremien der Stiftung vollständig ehrenamtlich zu organisieren, ist eine Herkulesaufgabe. Seit Anfang 2009 wurde deshalb das Online-Wettbewerbsportal für den „Großen Preis des Mittelstandes“ in ein völlig neu entwickeltes Redaktions- und Kommunikationssystem ­www.kompetenznetz-mittelstand.de integriert. Als Content Management System wurde das Open-Source-System Drupal eingesetzt. Das Kompetenznetz-Mittelstand wird durch die OPS Netzwerk GmbH betrieben. Für die Zwecke des Wettbewerbs wurden komplett neue Module entwickelt und eine Reihe von Modulen angepasst, um den jährlichen Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ in das Portal zu integrieren, insbesondere Nominierungen Dritter zum Wettbewerb zu ermöglichen und die Arbeit der 14 Jurys und über 40 regionalen Servicestellen der Oskar-Patzelt-Stiftung zu unterstützen. Die Datensicherheit der Inhalte ist natürlich durch ein differenziertes Rechte- und Versionierungsmanagement gewährleistet. Drupal ist Marktführer. Da kann man wenig falsch machen. Das sah auch das Weiße Haus in den USA so. Ein halbes Jahr nach der Oskar-Patzelt-Stiftung entschied sich das Weiße Haus für Drupal als System der Website whitehouse.gov. Jahr für Jahr wächst das Netzwerk dieser Initiative kontinuierlich um mehrere hundert Unternehmen: Seit 1995 wurden mehr als 10.000 hervorragende leistungsfähige Unternehmen zum Wettbewerb nominiert. Entscheidend ist aber nicht die Zahl. Nicht die Quantität zählt. Vielmehr geht es um die Qualität. Im wahrsten Sinne des Wortes lebt hier ein Netzwerk des Erfolgs mit tausenden erfolgreichen Unternehmen.

Dieses Netzwerk ist ein Quell des Austauschs und der Geschäftsmöglichkeiten für jeden, der darin aktiv werden will. Dafür gibt es nur eine Bedingung: Man muss unsere Strategie des gegenseitigen Nutzens, der Win-Win-Beziehungen, und der nachhaltigen Verantwortung für die Gesellschaft akzeptieren und unterstützen.

Was 2009 noch geschah
  • General Motors Corporation ist zahlungsunfähig  und wird notverstaatlicht. In Deutschland meldet der Warenhauskonzern Arcandor Insolvenz an, am 20. Oktober kommt das Aus für das traditionsreiche Versandhaus QUELLE.
  • Der Vertrag von Lissabon tritt in Kraft und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union wird in allen EU-Mitgliedsstaaten außer Polen, Tschechien und Großbritannien rechtsverbindlich.
  • Der Burdsch Chalifa in Dubai erreicht seine maximale Höhe von 828 Metern und ist somit das höchste Bauwerk der Welt.

 

 

Klaus Koch (i.B.r.), Geschäftsführer, Koch Bedachungen GmbH Finalist 2009 „Großer Preis des Mittelstandes“

Burkhard Okel, Geschäftsführer Okel GmbH & Co. KG Preisträger 2009, Finalist 2008 „Großer Preis des Mittelstandes“

Martina und Roland Arnold, Geschäftsführer, PARAVAN GmbH Finalist 2009 „Großer Preis des Mittelstandes“

Dagmar Daxenberger, Geschäftsführerin, Rudolf Ostermann GmbH Preisträger 1999 „Großer Preis des Mittelstandes“