Was 2006 geschah

(20.09.2011)

Mehr als 1.080 Institutionen nominierten im 12. Jahr des Wettbewerbs deutschlandweit 2.790 Unternehmen zum „Großen Preis des Mittelstandes“. In Suhl im Hotel Thüringen (Preisträger 2004, „Großer Preis des Mittelstandes“) findet am 17./18. März die Frühjahrstagung der Oskar-Patzelt-Stiftung statt. Zu den Referenten gehört u. a. der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl-Heinz Däke.

Erstmals werden in diesem Jahr in einigen Regionen die Urkunden für das Erreichen der „Finalrunde“ im Wettbewerb nicht per Post zugesandt, sondern im Rahmen von Veranstaltungen oder vor Ort an die Unternehmen überreicht. In Mecklenburg-Vorpommern erfolgt das beispielsweise in Anwesenheit des Wirtschaftsministers.

Die Auswahl der Besten

Die vielfach personell neu besetzten elf Landesjurys und die Abschlussjury wählen im Juni aus den Final-Teilnehmern dieses Jahres die Besten aus. Diese werden auf drei regionalen Auszeichnungsgala in Dresden, Magdeburg und Würzburg geehrt. Die Ministerpräsidenten Georg Milbradt (in Dresden) und Wolfgang Böhmer (in Magdeburg) sowie der baden-württembergische Minister Wolfgang Reinhardt (in Würzburg) halten die Festreden.

Der Bundesball findet am 28. Oktober traditionell in Berlin statt. Erstmals werden in diesem Rahmen keine Länderpreisträger, sondern nur bundesweit ausgeschriebene Sonderpreise und Ehrenplaketten überreicht. Die seit 2003 schrittweise vollzogene Trennung einer Bundesebene von der Regionalebene ist damit abgeschlossen. In den Vorjahren hatten bereits mehrfach auf bundesweiter oder regionaler Ebene Preisträgertreffen stattgefunden. Seit dem Jahr 2006 wurde auch diese Initiative „institutionalisiert“. Seit 2006 gibt es jährlich ein Treffen der Preisträger und Finalisten. Es findet immer am Nachmittag vor der Bundesveranstaltung in Berlin statt. Bevor gegen 17:00 Uhr die Gäste zu Preisverleihung und Ball eintreffen, haben die Ausgezeichneten hier die Gelegenheit zum ungestörten Gespräch. Sie können sich auf Auslagetischen und mit Displays präsentieren und einander kennen lernen.

2004 hatte die Stiftung ein Buch herausgebracht, das leider nicht mehr vertrieben werden durfte. Die Stiftung hatte sich gegenüber Hollywood verpflichtet, künftig nur noch unter den Namen „Großer Preis des Mittelstandes“ und Oskar-Patzelt-Stiftung aufzutreten. Diese Namen gab es aber erst seit 2005 – im Buch standen die „alten“ Namen. Also publizierte die Stiftung erneut ein Buch, diesmal auch mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Auswertung der Wettbewerbsdaten, zu denen im Vorjahr bereits ein Sonderheft erschienen war.

Unternehmensphilosophie und Mission

Firmen, die sich den Juroren im Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ stellen, müssen viele Fragen beantworten. Auch zur Unternehmensbiographie. An den Antworten wird den Juroren deutlich, wie intensiv die Firmen eine feste Unternehmensphilosophie haben, eine Mission, ein Bewusstsein der eigenen Geschichte, mit überwundenen Schwierigkeiten und erreichten Zielen, Auch die Oskar-Patzelt-Stiftung hat in den 17 Jahren des Wettbewerbs jede Menge Schwierigkeiten überwunden, um ihre Ziele zu erreichen. Die Initiative der Oskar-Patzelt-Stiftung ist eine zutiefst kooperative Idee – vom Mittelstand für den Mittelstand. Markenzeichen des Wettbewerbs sind seine vollständig ehrenamtliche Organisation und die ausschließlich private Finanzierung. Kein einziger Euro aus Steuermitteln wird für die ganzjährigen Aktivitäten ausgegeben. Mehr als 100.000 DIN A4-Seiten Informationen müssen jährlich bearbeitet werden, um aus der Vielzahl hervorragender Unternehmen die Finalisten und Preisträger zu bestimmen. Mehrere hundert Manntage sind nötig, um von der Ausschreibung bis zu den Beratungen der über 100 Juroren in den verschiedenen Jurys, der Vorbereitung und Durchführung von Gala und Bällen und der begleitenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit alle anstehenden Aufgaben zu planen und zu lösen.

Die Stunde der Sponsoren

Nur mit ehrenamtlichem Engagement lässt sich der gesamte Aufwand nicht finanzieren: Mehr als 3.000 teilnehmende Unternehmen, mehr als 1.000 nominierende Kommunen und Institutionen, inzwischen 50 glanzvolle Preisverleihungen, mehr als 100 Konferenzen und Workshops, mehr als 5.000 Medienberichte zum Mittelstand wurden initiiert, mehr als 15.000 Online-Verlinkungen gesetzt, rund 200 Persönlichkeiten wirken in fast 20 Gremien und mehr als 40 regionale Servicestellen der Oskar-Patzelt-Stiftung am Motto mit: „Gesunder Mittelstand – Starke Wirtschaft – Mehr Arbeitsplätze“.

Hier schlägt die Stunde der Sponsoren. Vom Sach- bis zum Geldsponsoring reicht das breite Spektrum der Mitwirkungsmöglichkeiten: Die Formguß Dresden GmbH beteiligt sich an der Finanzierung der bronzegearbeiteten Preisskulpturen. Die Pyrotechnik Silberhütte sponserte wiederholt komplette Feuerwerke. Andere Unternehmen zahlen Geldbeträge für Werbeleistungen, zum Beispiel auf Eintrittskarten, Plakaten oder Präsentationsständen, die zur Finanzierung der Künstler und Sachkosten verwendet werden.

Über 100 zuvor gesponserte Sachpreise werden jeweils zur Mitternachtsverlosung nach Preisverleihung und Ball verlost. Hauptpreise der letzten Jahre waren zum Beispiel ein VW Passat von der VW Vertriebsniederlassung Sachsen, ein Smart von der Dresdner Bank AG, eine komplette Küche der Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH, mehrere Quads oder eine Weltreise für 10.000 Euro. Und auch die Abschiedsgeschenke, die die Gäste überreicht bekommen, wenn sie sich spät nach
Mitternacht auf den Weg nach Hause oder ins Hotelzimmer begeben, kommen von Sponsoren. Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die Oskar-Patzelt-Stiftung sehr erfolgreich mit den Geschäftsbereichen „Vertrieb Geschäftskunden Nord“ (Hannover) und „Vertrieb Brief Gewerbekunden“ (Stuttgart) der Deutschen Post AG zusammen.

Eine Win-Win-Situation

Erfolgreiches Sponsoring setzt immer Win-Win-Situationen voraus. Wer Sponsoren wirbt, hat eine Bringepflicht zur Gegenleistung. Das ist beim Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ nicht anders. Neben der klassischen Präsentation der Sponsoren im offiziellen Stiftungsmagazin, dem P.T. Magazin, und auf der Homepage www.mittelstandspreis.com  wird daher individuell ein ganzes Bündel an Werbemöglichkeiten für Sponsoren geschnürt. Im Jahr 2008 gründete eine Gruppe von Unternehmern das Mittelstands-FORUM-Deutschland mit dem Ziel, die Oskar-Patzelt-Stiftung zu unterstützen. Und seit dem Jahr 2010 gibt es eine „Stifterliste“, auf der Förderer der Oskar-Patzelt-Stiftung veröffentlicht und geehrt werden.

Denn trotz unbestreitbarer Gemeinwohlorientierung der Stiftung wurde die Stiftung jahrelang nicht als gemeinnützige Körperschaft steuerlich anerkannt. Das verhindert Zustiftungen und klassisches Fundraising. Und das, obwohl niemand durch die Stiftungsaktivitäten einen unmittelbaren finanziellen Vorteil erfährt und obwohl kein einziger Euro Steuergelder zur Finanzierung der bisher 17-jährigen Aktivitäten verbraucht wurde. Die Lösung des Kapitalproblems war Civil-Private-Partnership und vollständig ehrenamtliche Organisation: Die mehr als 200 ehrenamtlich in der Stiftung tätigen Persönlichkeiten und ihre Unternehmen erbringen Stiftungsleistungen von insgesamt jährlich 1,5 Mio Euro.

Was 2006 noch geschah
  • Wegen der in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen setzen Im Februar moslemische Demonstranten das dänische Konsulat im Libanon in Brand. In Folge führen Proteste in anderen islamischen Ländern zu weiteren Gewalttaten und Bedrohung von EU-Institutionen.
  • Der Bundestag beschließt die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19% und die Erhöhung der Versicherungssteuer.
  • Die Fußball-WM in Deutschland wird zum mitreißenden Massenereignis. Deutschland scheitert bei der WM im Halbfinale gegen Italien, wird dennoch wie ein Weltmeister gefeiert.

 

 

Michael Koch, Geschäftsführer, Michael Koch GmbH Preisträger 2007, Finalist 2006 „Großer Preis des Mittelstandes“

Jürgen Schoepe, Geschäftsführer, Schoepe Display GmbH Premier-Finalist 2010, Ehrenplakette 2008, Preisträger 2007, Finalist 2006 „Großer Preis des Mittelstandes“