Was 2004 geschah

(18.09.2011)

Bereits als Wirtschaftsminister und später als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen war Wolfgang Clement der Oskar-Patzelt-Stiftung aufgefallen. Ihm war stets klar, dass Nord­rhein-Westfalen und ganz Deutschland am globalen Strukturwandel nicht vorbeikommen. Und er war einer der wenigen, die sich mit ganzer Kraft für die Durchsetzung einer Politik einsetzten, die nicht nur die jetzt lebenden Wähler begünstigt, sondern auch Verantwortung für deren Kinder und Kindeskinder wahrnimmt. Als Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit hat er seine Gestaltungsspielräume genutzt. Im Jahr 2004 wurde er als „Wirtschaftsförderer des Jahres“ im Rahmen des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet.

Schirmherr für Mitteldeutschlandballs ist der anhaltinische Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, für den Länder-Ball in Köln der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Harald Schartau. Die Schirmherrschaft über den Bundesball in Berlin haben der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, übernommen. Die Ministerpräsidenten von Hessen, Roland Koch, Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff und Sachsen, Prof. Dr. Georg Milbradt sowie die Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Hans-Arthur Bauckhage, dem Saarland, Dr. Hanspeter Georgi und Niedersachsen, Walter Hirche, übernahmen weitere regionale Schirmherrschaften für die Arbeit während der 10. Oskar-Patzelt-Stiftungstage in ihren Ländern.

In Kooperation mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) wird ein Sonderpreis für die tragfähigste Netzwerkinitiative im Mittelstand ausgeschrieben. Preisträger wird „Die Strahlemann®-Initiative Zukunft für Kinder e. V. aus dem hessischen. Reichelsheim. Bernd Schenke (Berlin) wird Pressebeauftragter der Oskar-Patzelt-Stiftung. Mit Angelika Aschenbrenner, einer Unternehmerin aus Kirchhain (Hessen), als Vorsitzende und Prof. Dr. Margit Enke von der TU Bergakademie Freiberg (Sachsen), als eine Stellvertreterin neben dem langjährig tätigen Bodo Schwarz, Landesgeschäftsführer des BVMW Sachsen, bekommt das Kuratorium der Stiftung im Herbst eine „neue Spitze“. Denn der langjährige Kuratoriumsvorsitzende Konsul Helmut K. Holz scheidet altershalber aus. Zuvor gab es aber noch eine Überraschung: Zum Bundesball in Berlin verliehen Helmut Holz und Bodo Schwarz als Kuratoren den Vorständen Petra Tröger und Helfried Schmidt auch einen „Großen Preis“ – ein Unikat, heimlich gefertigt von de Porzellanmanufaktur Freiberg aus Porzellan mit einer Kupferbeschichtung. Seitdem gibt es in der Bundesgeschäftsstelle der Stiftung eine Vitrine. Dort ist dieser Sonderpreis ebenso ausgestellt wie zahlreiche weitere Exponate aus der Geschichte der 50 Preisverleihungen.

Diese Geschichte war inzwischen voll von Erlebnissen und Anekdoten, Fakten und Daten. Es wurde Zeit, das alles mal zusammen zu fassen. 2004 erschien daher das erste Buch „Der Preis“ über die Geschichte, die Hintergründe, die Teilnehmer des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“. Erschienen im Selbstverlag, Auflage 10.000 Stück, dachte man in der Stiftung, das würde ein paar Jahre reichen für die Informations- und Dokumentationszwecke des Wettbewerbs. Aber wie so oft im wirklichen Leben: Es kommt anders als man denkt…

So auch auf der Preisverleihung 2004 in Berlin. Als Brigitte Groeger, Direktorin des Hotel Thüringen in Suhl auf die Bühne gerufen wurde, um als Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet zu werden, fiel der Strom aus. Doch Unerwartete Ereignisse gehören zum Tagesgeschäft eines jeden Mittelständlers. So wurde auch diese Situationen gemeistert.

Was 2004 noch geschah
  • Der Anfang vom Ende kündigt sich an: Der Vorstand von Karstadt-Quelle verkündet, dass zur Sanierung des Konzern 5.500 Stellen abgebaut werden sollen. General Motors gibt bekannt, dass 12.000 Stellen in Europa, davon 10.000 in Deutschland gestrichen werden sollen.
  • Die USA räumen ein, dass im Irak keine Massenvernichtungswaffen, einer der Gründe für den Irak-Krieg, gefunden wurden. Bittere Wahrheit: Der Beitritt Griechenlands zum Euro beruht auf seit 1997 gefälschten Defizitzahlen.

 

 

Norbert Ohst, Vorstandsvorsitzender,

OHST Medizintechnik AG Premier-Finalist 2008, Ehrenplakette 2007, Preisträger 2004

„Großer Preis des Mittelstandes“

Brigitte Groeger, Direktorin, Hotel Thüringen Suhl Unternehmerin des Jahres 2004, „Großer Preis des Mittelstandes“