Was 2001 geschah

(15.09.2011)

Die 7. Oskar-Patzelt-Stiftungstage im Jahr 2001 standen unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Rolf Schwanitz und der Generalsekretärin der FDP Cornelia Pieper. Sie kennt die Stiftung seit ihren Anfängen. 1997 trat sie erstmals als Festrednerin bei der Auszeichnungsgala auf. Unmittelbar nach dieser Gala fand auch der erste richtige Oskar-Patzelt-Ball statt. Nach dem Buffet sollte Conny Pieper, wie sie von ihren Freunden genannt wird, mit Helfried Schmidt den Ball mit einem Walzer eröffnen. Petra Tröger, die als Jugendliche elf Jahre lang Ballett-Tanzen trainierte, hatte im Vorfeld der Veranstaltung die „ehrenvolle“ Aufgabe, aus ihm einen Walzerkönig zu machen – und zwar in den Büroräumen der Stiftung! Schließlich war der Abend da. Die Auszeichnungsgala war zu Ende, das Buffet gestürmt. Die Kapelle begann zu spielen – aber das Paar nicht zu tanzen! Schmidt und Pieper blieben einfach am Tisch sitzen, ins Gespräch vertieft. Dem Ablauf tat das keinen Abbruch. Denn die Gala hatte länger gedauert, die Gäste warteten nach dem Essen auf die Balleröffnung und stürmten regelrecht die Tanzfläche, als die ersten Töne erklangen.

Wieder hielt dieses Stiftungsjahr Neues bereit: Die Erweiterung der Initiative auf die Länder Berlin und Brandenburg. Vier Galas der Oskar-Patzelt-Stiftung zur Preisverleihung in mehreren Bundesländern fanden statt. Zum Bundesball im Berliner Estrel verloste die Stiftung gemeinsam mit dem Sponsor Dresdner Bank ein Auto, und zwar einen Euro-Smart, um so auf die Euroeinführung vorzubereiten. Erst zwei Monate später, am 17. Dezember, verteilte die Bundesregierung die Euro-Starterkits im Nennwert von 10,23 Euro zum Preis von 20,00 Deutsche Mark. Erneut wurden hervorragende mittelständische Unternehmen ausgezeichnet, die zwar oft in ihrer Region gut bekannt waren, aber außerhalb dieser Region als „Hidden Champions“ versteckt waren. Dazu gehörten im Jahr 2000 zum Beispiel die Oppitz Dienstleistungen GmbH aus dem brandenburgischen Massen oder die USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH aus dem sächsischen Kändler. Mittelstand, das ist gelebte Eigenverantwortung für die Einnahmen am Markt und die gesamte Wertschöpfungskette, statt sich auf Subventionen und Kostensenkungsprogramme zu Lasten Dritter zu verlassen. Mittelstand, das ist gelebte Eigenverantwortung für die Produkte und Leistungen, für die Gewinne, für die Investitionen, die damit getätigt werden, für die existentielle Verflechtung des Unternehmens mit der Region. Denn Mittelstand schafft existentielle Sicherheit. Eine Region mit vielfältigen mittelständischen Unternehmen übersteht jede Krise besser als eine Region mit wenigen Großunternehmen. In einer solchen Region finden Familien Arbeit und Broterwerb. Jugendliche finden Ausbildung. Lehrer finden Praxispartner. Verwaltungen und Vereine finden Unterstützer. Miteinander werden hier Probleme gelöst. Auch und gerade soziale Probleme.

Man kann eine einfache Schlussfolgerung an die Adresse der verantwortlichen Politiker richten: Wer Arbeitsplätze und Steuern haben will, wird das nicht mit Gesetzen und Strafandrohungen regeln können. Er muss stattdessen den Unternehmen helfen, sich zu stabilisieren und zu entwickeln, so dass sie auch für eine Nominierung zum „Großen Preis des Mittelstandes“ in Frage kommen könnten. Dann ergeben sich die gewünschten Entwicklungen nebenbei.

Was 2001 noch geschah

Mit dem 2.Januar beginnt die Bundeswehr mit der Grundausbildung von Frauen an der Waffe. Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste Frau die Rallye Dakar. Im Dezember tritt die Volksrepublik China der Welthandelsorganisation WTO bei.

In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,8 % der Wahlbeteiligten gegen die Verfassungsinitiative „Ja zu Europa“ und damit gegen EU-Beitrittsverhandlungen der Schweiz.

 

 

Uwe Oppitz, Geschäftsführer, OPPITZ Dienstleis­tungen GmbH - Preisträger 20010 „Großer Preis des Mittelstandes“

Frank Walther, Geschäftsführer, USK Karl Utz Sondermaschinen GmbH - Premier 2006, Premier-Finalist 2005, Preisträger 20010 „Großer Preis des Mittelstandes“