Von guten Beispielen lernen

(01.07.2013)
Von: Garrelt Duin
Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin über mittelstandsnahe Wirtschaftspolitik

Kleine und mittlere Unternehmen sind das Kraftzentrum der Wirtschaft unseres Landes. Sie stellen mit 99,6 Prozent das Gros unserer Unternehmen, bei ihnen arbeiten 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der Mittelstand ist ein wichtiger Stabilitätsanker für unseren Wirtschaftsstandort sowie von elementarer Bedeutung für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Attraktiv und lebenswert

Die Bedeutung von Investitionen des Mittelstands wird in der Öffentlichkeit häufig unterschätzt. Investitionsvorhaben der Unternehmen, oder Infrastrukturprojekte für Unternehmen, werden oft einseitig negativ wahrgenommen. Gute Politik zeichnet sich durch einen Interessenausgleich aus. Dazu müssen wir unseren Blick verstärkt auf die Chancen lenken, die erfolgreiche Unternehmen für unser Land und die Gesellschaft bieten. Wir wollen, dass Unternehmen optimal gestaltete Rahmenbedingungen für Innovation und Wachstum vorfinden und gleichzeitig auf sozial gerechtes und ökologisch verträgliches Wirtschaften achten. Unser Wirtschaftsstandort soll für die Unternehmen attraktiv und für die Menschen lebenswert sein.

Eng verzahnt

Diese Rahmenbedingungen schaffen wir in Nordrhein-Westfalen u.?a. durch unser neues Mittelstandsförderungsgesetz. Damit werden die Interessen des Mittelstandes eng mit dem Handeln von Politik und Verwaltung verzahnt. Ziel ist es, alle relevanten Gesetzes- und Verordnungsvorhaben der Landesregierung frühzeitig über sogenannte Clearingverfahren auf ihre Mittelstandsfreundlichkeit hin zu überprüfen. Dazu wird eine Clearingstelle Mittelstand außerhalb der Landesverwaltung eingerichtet. Mittelstandsgerechte Regelungen, flexible Verfahren und eine dauerhaft unternehmensnahe Verwaltungspraxis sollen zum bundesweit anerkannten Markenzeichen nordrhein-westfälischer Wirtschaftspolitik werden.

Von guten Beispielen lernen

Wie werden Unternehmen fit für die Zukunft? Wie schaffen sie den Spagat zwischen einer gleichermaßen effizienten und flexiblen Unternehmenssteuerung? Antworten auf diese Fragen gibt es viele. Daher ist es entscheidend, sich neben der Theorie auch an der Praxis zu orientieren. Das bedeutet, von guten Beispielen zu lernen - und das kann man besonders gut bei den Gewinnern des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“. Ich darf den Preisträgern schon jetzt gratulieren. Sie alle sind Vorbilder, die unserem erfolgreichen Wirtschaftsstandort ein Gesicht geben.

Über den Autor
Der gebürtige Ostfriese Garrelt Duin ist seit dem 21. Juni 2012 Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen
(Foto: Ralph Sondermann)

(Foto: Wikimedia/CC-SA-3.0/Raimond Spekking)