Urkundenüberreichung in Schleswig-Holstein

(21.06.2013)

Am 7. Juni sind für Unternehmen aus Schleswig-Holstein und Hamburg die Urkunden überreicht worden. Tim Holborn, Leiter des städtischen Wirtschaftsamtes Kiel übergab die Urkunden den erfolgreichen Mittelständlern. Von der Landesregierung konnte leider kein Vertreter diesen Termin wahrnehmen. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer übermittelte schriftlich ein Grußwort an die erfolgreichen Mittelständler:

"Viel zu oft dominieren die großen 'player' der deutschen Wirtschaft mit spektakulären Übernahmen oder neuen Modellen die Schlagzeilen. Und weil sie als die treibenden Kräfte der wirtschaftlichen Entwicklung scheinen, stehen oft die Interessen der großen Unternehmen im Mittelpunkt deutscher Wirtschaftspolitik. Hier in Schleswig-Holstein ist das anders. Wir wissen: Hier ist der Mittelstand, hier sind die kleinen und mittleren Unternehmen zuhause. 99,8 Prozent aller Unternehmen in SchleswigHolstein gehören zum Mittelstand. Nahezu 80 Prozent aller Arbeitnehm erinnen und Arbeitnehmer sind dort beschäftigt, und weit über 55 Prozent des Gesamtumsatzes werden dort erwirtschaftet. Wir haben eine starke regionale Wirtschaft mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die vielfach international führend in ihren Bereichen sind.

Das Problem der Politik ist, dass diese Unternehmen viel schwieriger zu finden sind. Sie haben meist weder Geld noch Zeit für Lobbyarbeit übrig. Gerade deswegen sind Veranstaltungen wie diese hier so wichtig. Der Mittelstand ist nicht nur das größte und vielfältigste Segment der  schleswigholsteinischen Wirtschaft, er ist Motor für Wachstum und Beschäftigung. Ohne mittelständische Unternehmen als Zulieferer und Dienstleister ist auch die Existenz der wenigen größeren Betriebe in SH nicht vorstellbar. Ich halte das für eine gute Struktur. Kleine und Mittlere  Unternehmen sind regional verankert. Sie sind Teil der Region und tragen dementsprechend regionale Verantwortung. Der Wettbewerb wird über die Qualität der Produkte und des Services geführt. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung zeichnet sich der Mittelstand durch eine hohe Flexibilität auf den Weltmärkten, und eine hohe Innovationskraft aus. Es zählen gute Ideen für Produkte, für Produktionsprozesse und Dienstleistungen.

Nach dem amerikanischen Ökonomen Ricardo Hausmann stärkt die Vielfalt des Know-hows in einer Gesellschaft und die Vielfalt an komplexen Produkten, die sie hervorbringt, die wirtschaftliche Zukunft. Die Innovationskraft des Mittelstandes bringt Deutschland voran. Wir wollen ihn deswegen hier in Schleswig-Holstein voranbringen und unterstützen ihn durch eine gute technische, Verkehrs- und Wissenschaftsinfrastruktur, durch die Fachkräfteinitiative, über gezielte Förderung, im Bereich der Finanzierung und auch durch Anerkennung ihrer Leistungen.

Ich gratuliere den Unternehmen aus Schleswig-Holstein und Harnburg zu ihrer Nominierung und wünsche Ihnen viel Glück für den weiteren Verlauf des Wettbewerbes "'Großer Preis des Mittelstandes'."

Untere Reihe v.l.: Jochen Möller, M.O.E. operating Engineering GmbH; Frank Bremer, fat group GmbH; Nicole Borowy, ksk Kai Service Kiel GmbH; Marten Freund, Schlemmermarkt Freund GmbH; oben v. l.: Tim Holborn, Leiter städtisches Wirtschaftsamt Kiel; Frau Möller, M.O.E. operating Engineering GmbH; Kai Philipp Ehrig, Menck Fenster GmbH; Dr. Andreas Below, Managementsysteme und Schulungen (Nominierender); Isabel Braun, Consist Software Solutions GmbH (Nominierender); Thomas Kasten, knk Business Software AG; Dr. Roland Kaltefleiter, NetUSE AG; Tillmann Schütt, Gebrüder Schütt KG GmbH & Co.; Susanne Arpe-Darwisch, Michael Arpe, ma design GmbH (Foto: Gisela Heumann, CreArte KG)