PM 10/09: Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch

(12.09.2009)
• „Großer Preis des Mittelstands 2009“ an Unternehmen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen verliehen.• Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (Baden-Württemberg): „Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch, schlägt das Herz der Sozialen Marktwirtschaft. Mittelständler handeln engagiert und kompetent, abseits des Rampenlichts.“

Am 12. September 2009 wurden im Würzburger Hotel Maritim im Rahmen einer festlichen Gala die erfolgreichsten Unternehmen im 15. bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen in Anwesenheit von mehr als 600 Gästen ausgezeichnet. Die 12 als „Preisträger“ und 23 als „Finalisten“ am Abend ausgezeichneten Unternehmen aus den vier Bundesländern hatten sich in der 2. Wettbewerbsetappe (Erreichen der Juryliste) gegen die harte Konkurrenz von insgesamt 410 Mitfavoriten aus ihren Bundesländern erfolgreich durchgesetzt.

Der mit einer großen Bundesgala am 24. Oktober in Berlin zu Ende gehende 15. Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ brachte erneut beachtliche Ergebnisse, zu denen die 3 366 (2008: 3 184) von mehr als 1 400 Institutionen nominierten kleinen und mittelständischen Unternehmen aus allen 16 Bundesländern allesamt ihren Anteil leisteten. Am Vorabend der Auszeichnungen äußerten sich Vertreter der Politik der beteiligten Bundesländer:

Roland Koch, Ministerpräsident und Schirmherr für das Land Hessen: „Der bundesweite Wettbewerb ´Großer Preis des Mittelstandes´ sorgt dafür, dass die mittelständischen Unternehmen die notwendige Anerkennung für ihren Fleiß, die Wahrnehmung von Verantwortung und ihre Innovationskraft erhalten.“

Barbara Stamm, Landtagspräsidentin und Schirmherrin für den Freistaat Bayern: „Ähnlich wie in den anderen Bundesländern steht der Mittelstand Bayerns als wichtigster Arbeits- und Ausbildungsplatzgarant für Standorttreue, unternehmerische Tugenden wie Eigeninitiative, Kreativität und Fleiß, vorbildliches gesellschaftliches Engagement sowie nachhaltiges unternehmerisches Denken und Handeln.“

Jürgen Reinholz, Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit im Freistaat Thüringen: „Ich danke allen Mittelständlern in Thüringen und Deutschland, die auch in stürmischen Zeiten mit aller Kraft versuchen, Kurs zu halten, und das stets im Bewusstsein ihrer sozialen Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten.“

Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (Baden-Württemberg): „Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch, schlägt das Herz der Sozialen Marktwirtschaft. Mittelständler handeln engagiert und kompetent, abseits des Rampenlichts. Die mittelständischen Unternehmen sind es, die unsere Wirtschaft ausmachen und unserer Gesellschaft Stabilität geben.“

Der Freistaat Bayern sicherte sich 2009 mit 654 (2008: 386) nominierten Unternehmen bundesweit die Spitzenposition vor Berlin-Brandenburg (402) und dem Freistaat Sachsen (350). Die für den 15. Wettbewerb bundesweit nominierten 3 366 mittelständischen Firmen können auf eine stolze Bilanz verweisen.

• Sie beschäftigten per 31.12.2008 zusammen rund 537 000 Mitarbeiter, was einer Steigerung der Beschäftigung in den letzten fünf Jahren von 40 Prozent entspricht.
• Die durchschnittliche Ausbildungsquote beträgt 8,9 Prozent und ist damit um 70 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt.
• Die Unternehmen erreichten 2008 einen durchschnittlichen Umsatzzuwachs von 60 Prozent gegenüber 2004.
• Sie realisierten doppelt soviel Investitionen wie der Durchschnitt der KMU in Deutschland.
• Ihre Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem Durchschnitt aller KMU in Deutschland, häufig bei 50 Prozent.
• Die für den 15. Wettbewerb 2009 nominierten Unternehmen leisten jährlich Steuer- und Abgabenzahlungen zwischen zwölf und 15 Mrd. Euro. Die in Würzburg als „Finalisten“ und „Preisträger“ geehrten Unternehmen zeichnen sich neben 
 - einer hervorragenden Gesamtentwicklung, 
 - der Schaffung sowie Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, vor allem 
 - durch vorbildliche Leistungen in den Wettbewerbskriterien „Innovation/Modernisierung“, „Engagement in der Region“ und „Service/Kundennähe/Marketing“ aus.

Am 24. Oktober werden in Berlin zum Abschluss des diesjährigen Wettbewerbs die bundesweiten „Sonderpreise“ verliehen. Daran schließt sich unmittelbar der Start für die 16. Oskar-Patzelt-Stiftungstage, verbunden mit dem Beginn der Nominierungen für den „Großen Preis des Mittelstandes 2010“. 

Bernd Schenke
Pressebeauftragter des Vorstandes

ANMERKUNGEN:

• Bildmaterial von der Gala in Würzburg kann am 14. September ab 16:00 Uhr unter http://mittelstandspreis.com/hp1130/2009.htm kostenfrei abgerufen werden. Die Quelle/der Name des Fotografen ist/sind unbedingt anzugeben.
• Bitte schicken Sie mir nach der Veröffentlichung ein Beleg-Exemplar zu - Mollstr. 35, 10405 Berlin - herzlichen Dank.

P R E I S T R Ä G E R

Baden-Württemberg

• Pflanzen-Kölle Gartencenter GmbH & Co. KG, Heilbronn

Für den Pflanzenfreund bietet Pflanzen-Kölle alles, was das gärtnerische Herz begehrt: Zimmer-, Balkon- und Hydropflanzen sowie eine große Auswahl an Gartenpflanzen, Stauden, Samen und Blumenzwiebeln. Mit mehr als 40 000 Artikeln ist die Auswahl einzigartig. Fachabteilungen für Gartenbedarf ergänzen das Pflanzensortiment. Das Angebot reicht dabei von Rasenmähern über Pumpen und Bewässerungssysteme bis hin zu Gartenmöbeln und Teichen.

Gegründet wurde das in sechster Generation bestehende Familienunternehmen 1818 von David Kölle, der in Ulm eine Kunst- und Handelsgärtnerei eröffnete. 1984 leitete Klaus Kölle die deutschlandweite Expansion mit Großgarten-Centern ein. Unter der Führung von Angelika Kölle begann das Unternehmen 2008 seine Eigenproduktion auf biologischen Anbau umzustellen. Deutschlandweit werden heute elf Garten-Center betrieben.

Hinzu kommen eine eigene Gärtnerei und eine Baumschule. Umweltschutz ist bei Pflanzen-Kölle ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Regenwasser wird aufgefangen und als Gießwasser verwendet. Die Parkplätze sind so abgedeckt, dass sämtliches Oberflächenwasser auf dem Grundstück versickern kann. Im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen etwa 1 400 Mitarbeiter, davon sechs Prozent Auszubildende. Alle ein bis zwei Jahre möchte die Firma weitere Garten-Center an ausgewählten Standorten eröffnen und seine Präsenz in Ost- und Süddeutschland ausbauen.

Die Pflanzen-Kölle Garten-Center GmbH & Co. KG wurde zum fünften Mal seit 2003 vom Amt für Wirtschaft der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH zum Wettbewerb nominiert.

• HAINBUCH GMBH SPANNENDE TECHNIK, Marbach

HAINBUCH produziert und vertreibt hochpräzise Spannwerkzeuge. Spanntechnik steckt in alltäglichen Dingen wie Ravioli-Dosen, aber auch in Hüftgelenken und Saxophon-Tasten. All das und noch viel mehr wird mit HAINBUCH-Produkten gefertigt. 1951 nahm Wilhelm Hainbuch in Marbach mit seinem Handwerksbetrieb in einer kleinen Garage mit einer Drehmaschine und einer Bügelsäge die Arbeit auf.

1987 begann mit der Entwicklung eigener Produkte der Aufstieg zum mittelständischen Global Player. Heute ist das Unternehmen weltweit mit rund 500 Mitarbeitern aktiv und wird bereits in dritter Generation geführt. In den letzten sechs Jahren konnte der Umsatz mehr als verdoppelt werden. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Beschäftigten am Stammsitz in Marbach um über 100 auf 350. Das Team entwickelt im In- und Ausland innovative Spannlösungen für die Kunden in der gesamten Metallbearbeitungsindustrie, insbesondere im Maschinenbau sowie in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

Zahlreiche Innovationen garantieren die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Dazu zählen beispielsweise 15 Erfindungen allein in den letzen drei Jahren. Passend zu dieser Entwicklung wurde 2009 ein neues Technologie- und Kompetenzzentrum eingeweiht. HAINBUCH unterhält einen eigenen Sportverein mit über 100 Mitgliedern in mehr als 20 Sportarten und engagiert sich stark für die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter.

Die HAINBUCH GMBH SPANNENDE TECHNIK wurde zum zweiten Mal seit 2008 vom Landkreis Ludwigsburg und der Wirtschaftsberatung Rainer Dünhaupt & Partner zum Wettbewerb nominiert und 2008 als „Finalist“ ausgezeichnet.

Bayern

• Der Beck GmbH, Erlangen-Tennenlohe

Mit der Bäckerei Ziegler legten die Großeltern von Siegfried Beck den Grundstein für das spätere Unternehmen „Der Beck“. Das Traditionsunternehmen wuchs kontinuierlich und erwirtschaftet inzwischen einen Jahresumsatz von über 60 Mio. Euro. Heute hat die Bäckerei rund 130 Filialen im Raum Erlangen, Nürnberg, Fürth, Neumarkt, Roth, Forchheim und Bamberg mit Sitz- bzw. Stehcafés und Verkaufsshops in Supermärkten, City- und Wohngebietslagen.

Der Beck zählt mit etwa 1 250 Mitarbeitern zu den größten Gastronomiebetrieben bundesweit. Mit neuen Gastronomiekonzepten von „Der Beck traditionell“ bis „beckdrive“ werden u. a. die rund 100 Kuchen- sowie 60 Brot- und Brötchensorten vermarktet. Vom kernigen Vollkornbrot bis zur feinen Sahnetorte bietet „Der Beck“ für jeden Anlass und für jeden Geschmack das ideale Produkt. Eine Bio- und Steinofenproduktion wurde erfolgreich eingeführt. “Der Beck“ betreibt vier traditionelle Holzofenbäckereien, genannt „Casa Pane“, im mediterranen Stil. Die Firmenwerte sind nach wie vor traditionell:

Der Marktführer in der Region bleibt in der Region und dem traditionellen Bäckerhandwerk eng verbunden. 1999 wurde die „Der Beck Kinderfonds Stiftung“ ins Leben gerufen. Sie unterstützt sowohl soziale Einrichtungen als auch befristete und geprüfte Projekte für Kinder und Jugendliche. Die Der Beck GmbH wurde zum dritten Mal seit 2007 von der IM BE MA Consult GmbH und der Stadt Erlangen zum Wettbewerb nominiert.

• Günzburger Steigtechnik GmbH, Günzburg

Die Günzburger Steigtechnik GmbH präsentiert sich im Jubiläumsjahr 2009 innovativ und erfolgreich. Vor 110 Jahren waren es die ersten, vom jungen Leopold Munk, erstellten Feuerwehrleitern, die regional bald stark gefragt waren. Heute sind es weltweit die immer größer dimensionierten, elektrisch verstellbaren Wartungsbühnen und die jüngst vorgestellten Ergonomie-Neuheiten „ergo-pad" und „roll-bar"-Traverse im umfangreichen Leitern-Programm, die den Erfolg immer wieder aufs Neue begründen.

Eine 15-jährige Qualitätsgarantie auf die eigenen Produkte sorgt für weit überdurchschnittliches Vertrauen. Die 200 Mitarbeiter am Firmensitz Günzburg erreichten zuletzt eine Jahresproduktion von 350 000 Leitern und erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von über 28 Mio. Euro. Das Unternehmen hat 20 Auslandsvertretungen und in Deutschland zehn Vertriebsbüros. „Unsere zwei zentralen Ziele sind weiterhin die Innovationsführerschaft, die wir mit der Entwicklung von neuen Produkten ausbauen möchten, und der konsequente Ausbau der Exportaktivitäten“, sagt Geschäftsführer Ferdinand Munk.

Die neue Produktionshalle mit nahezu 4 000 qm Fläche konnte zum Jahreswechsel 2008 bezogen werden und trägt zur Sicherung des Standorts bei. Selbstverständlich werden u. a. die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises unterstützt. Die Günzburger Steigtechnik GmbH wurde zum fünften Mal seit 2005 von der Stadt Günzburg und dem Privatinstitut Dr. Matz Leipzig zum Wettbewerb nominiert.

• ICUnet.AG, Passau

Die ICUnet.AG war einer der ersten Akteure mit einem umfassenden Geschäftsmodell auf dem Markt für interkulturelle Dienstleistungen und Assignment Management. Sie ist Service-, Innovations- und Qualitätsführer für interkulturelle Beratung und Assignment Management in Deutschland. Die konsequente Investition in F&E zahlt sich gegenüber den Marktbegleitern in einem Innovationsvorsprung von etwa zwei Jahren aus.

Darüber hinaus gewinnt die ICUnet.AG mittlerweile jeden zweiten Neukunden durch persönliche Empfehlung und erreicht eine hohe Folgeauftragsquote. Jährlich werden über 4 000 Fach- und Führungskräfte von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von 21 DAX-notierten Unternehmen auf internationale geschäftliche Zusammenarbeit vorbereitet. Zu den Kunden zählen beispielsweise die Kermi GmbH, die Lindner AG, die Dräxlmaier Group, die Krones AG und die ZF Passau GmbH aus der Region sowie als DAX notierte Unternehmen die Deutsche Telekom AG oder die RWE Group AG.

Von Dr. Fritz Audebert im Jahr 2001 gegründet, bilden 60 feste und weit über 200 freie Mitarbeiter das interdisziplinäre Expertenteam mit Kompetenz für über 60 Länder und in 20 Sprachen. Der Marktführer hat 2008 mit rund fünf Mio. Euro seinen Umsatz in den letzten fünf Jahren mehr als vervierfacht.

Das soziale und regionale Engagement wird ein einer eigenen „Sozialbilanz“ präsentiert und analysiert. Die ICUnet.AG wurde zum siebten Mal seit 2003 von der Regierung von Niederbayern und der Wirtschaftsförderung der Stadt Passau zum Wettbewerb nominiert und 2008 als „Finalist“ ausgezeichnet.

• Bionorica AG phytoneering company, Neumarkt

Die Bionorica AG entwickelt und produziert hochwirksame pflanzliche Arzneimittel der neuesten Generation. Die Wurzeln des Unternehmens liegen in den 30er Jahren. Der heutige Vorstandsvorsitzende, Prof. Michael Popp, leitet das Unternehmen mit seinen rund 890 Mitarbeitern in der dritten Generation. Mit "phytoneering" begründete Bionorica ein neues Zukunftsfeld der Pharmazie: Phytoneering steht für die Erschließung und Weiterentwicklung von pflanzlichen Wirkstoffen (phyto) mit innovativen technologischen Verfahren (engineering).

In den vergangenen fünf Jahren konnte der Umsatz auf mittlerweile rund 130 Mio. Euro verdoppelt werden. Das Atemwegstherapeutikum Sinupret ist 2008 nach Absatz das meistverkaufte pflanzliche Arzneimittel in Deutschland. Insgesamt wurden 7,5 Millionen Packungen verkauft. Auch für das Produkt Bronchipret zur Besserung der Beschwerden bei akuter Bronchitis mit Husten verlief das vergangene Jahr sehr erfolgreich. Die pflanzliche Alternative zu herkömmlichen Therapien ist in Amerika besonders erfolgreich. Inzwischen ist Sinupret Kids Syrup in rund 21 000 Stores der drei großen Apotheken-Ketten und bei Walmart gelistet. Eine Stiftung des Unternehmens unterstützt bedürftige Kinderkliniken in Osteuropa.

2008 wurden Projekte in Rostow am Don (Russland), in Charkow und Kiew (Ukraine) erfolgreich realisiert. Weitere Projekte, auch in Deutschland, werden aktuell umgesetzt. Die Bionorica AG phytoneering company wurde zum zweiten Mal seit 2008 durch die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG, Zweigniederlassung Süddeutschland, durch die Große Kreisstadt Neumarkt i. d. Opf. sowie die Wirtschaftsberatung Rainer Dünhaupt & Partner zum Wettbewerb nominiert.

Hessen

• Marburger Tapetenfabrik J. B. Schaefer GmbH & Co. KG, Kirchhain

Johann Bertram Schaefer eröffnete 1845 in Marburg ein Fachgeschäft für Innenausstattung. Daraus entwickelte sich ein Unternehmen, das 1879 mit der Produktion von Tapeten begann und später nicht mehr nach seinem Gründer, sondern nach dem Ort seines Firmensitzes benannt wurde. Marburg wird in der fünften Generation von den Nachfahren Johann Bertram Schaefers geführt. 1996 kam die erste TÜV-geprüfte Untertapete zur Abschirmung elektromagnetischer Felder von Marburg auf den Markt.

Heute beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wandbelags- und Flächenmaterialien. Seit Mitte der 90er Jahre sind vor allem Wandbeläge mit technischer Funktion ein weiteres Hauptbetätigungsfeld. Sie schirmen beispielsweise Räume in Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen vor elektromagnetischer Strahlung und Röntgenstrahlen ab. Sie werden auch über einen Online-Shop vertrieben. Mit Carbonet hat die Tapetenfabrik ein mit elektronischen Sensoren bestücktes flexibles Faservlies mit leitfähiger, nichtmetallischer Beschichtung entwickelt. Da die Sensoren jeden Durchbruch registrieren, eignet es sich als flächendeckend nutzbares System zur Überwachung von Wänden, Decken, Böden und anderen Oberflächen.

Bei 78 Mio. Euro Umsatz im letzten Jahr und kontinuierlichem Anstieg der Arbeitsplätze auf über 400 will das Unternehmen trotz schwachem Konsumklima an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Die Marburger Tapetenfabrik J. B. Schaefer GmbH & Co. KG wurde zum achten Mal seit 2002 durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf, den Magistrat der Stadt Kirchhain und durch die Aschenbrenner Werkzeug- und Maschinenbau GmbH zum Wettbewerb nominiert und 2007 als „Finalist“ ausgezeichnet.

• Okel GmbH & Co. KG, Diemelstadt

Im Jahr 1959 gründeten der Malermeister Walter Okel und seine Frau Luise die Firma als Malerbetrieb. Seit 1996 leitet der Maler- und Stukkateurmeister Burkhard Okel das Unternehmen in zweiter Generation. Rund 60 Spezialisten in den Bereichen Ausbau, Trockenbau, Raumakustik, Putz und Malerarbeiten bauen repräsentative Verwaltungsgebäude, pragmatische Industriebauten oder ein stilvolles Wohnambiente. Der Anteil der Innenausbauarbeiten liegt mittlerweile bei rund 70 Prozent.

Für anspruchsvolle Deckengestaltung ist Okel ein gern beauftragter Spezialist. Funktionalität, Optik und Wirtschaftlichkeit - aus dieser Symbiose entstehen auch die vielen anderen Okel-Produkte wie Lichtdecken, Lichtkonzepte und Raumgestaltung in Glas; Möbel aus Stahl, Holz, Glas, Gips, Kunststoff und Stein; kontrollierte Lüftung in Verbindung mit Erdwärme, Brand- und Schallschutzwände, Putzsysteme und Trockenbau-Elemente. Trotz Preisdumping und Rezession in der Bauindustrie in den letzten zehn Jahren und trotz der „Geiz-ist-geil“-Mentalität lautet das Motto: „Okel - wir machen das!“

Mit Kreativität und Innovation - zum Beispiel bei Wänden oder Decken die leuchten und klingen können - und der Solidität sowie Bodenständigkeit eines Familienbetriebes wurde aus dem klassischen Handwerksbetrieb ein mittelständisches Pionier-Unternehmen mit fast vier Mio. Euro Umsatz. Die Okel GmbH & Co. KG wurde zum dritten Mal durch die Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg GmbH und die Oskar-Patzelt-Stiftung zum Wettbewerb nominiert und 2008 als „Finalist“ ausgezeichnet.

• FRANK GmbH, Mörfelden-Walldorf

Die FRANK GmbH beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit Kunststoffen im Rohrleitungs- und Apparatebau. Hohe technische Kompetenz im Bereich der Polyolefine und Fluorpolymere, flexible Lieferbereitschaft, erreicht durch modernste Logistik und ein breites Produktsortiment, haben das Unternehmen zu einem der führenden Systemanbieter im Kunststoffrohrmarkt gemacht. Im Jahr 2002 wurde ein neues Erdwärmesondensystem konzipiert, das mittlerweile mit großem Erfolg verkauft wird. Der Marktanteil beträgt in Deutschland etwa 30 Prozent. Der häufigste Einsatz ist im privaten Wohnungsbau.

Die Polizeistation Frankfurt/M. oder das Affenhaus des Frankfurter Zoos waren besonders interessante Projekte. Das Unternehmen ist mit dem Geothermie-System zweitgrößter Hersteller in Europa und expandiert gegenwärtig nach Nordosteuropa und Skandinavien. Zugpferd der Firma sind zurzeit die hochwertigen schweißbaren Rohre aus Polyethylen. Neben der chemischen Industrie und dem Bergbau sind auch Kommunen Einsatzgebiete für das Profil-Kanalrohr-System. Es ermöglicht den Kommunen den Bau von Abwasserrohrsystemen mit einer Lebensdauer von 100 Jahren und ersetzt Kanalrohre aus Beton.

Seit 2003 gelang dem Unternehmen fast die Verdopplung des Umsatzes auf 67 Mio. Euro mit nun 133 Mitarbeitern. Jährliche Investitionen, konsequente Zusammenarbeit mit Hoch- und Fachschulen und Konzentration auf eigene Ausbildung sichern Zukunft. Die FRANK GmbH wurde zum zweiten Mal durch das RKW Hessen und das hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zum Wettbewerb nominiert und 2008 als „Finalist“ ausgezeichnet.

Thüringen

• THÜROS GmbH, Georgenthal

Wer stellt den größten Kaminzuggrill der Welt her, für 450 Bratwürste in einem Schwung? THÜROS ist Hersteller von Edelstahl-, Holzkohle- und Gastrogrills, Grillstationen und Kaminzuggrills. Die 30 Mitarbeiter und fünf Auszubilden waren letztes Jahr mit einem Umsatz von fünf Mio. Euro besonders erfolgreich. Das Unternehmen beschäftigte sich anfangs nur mit der Herstellung von Galvano-Lackier- und Transportgestellen. Seit 1992 wird nicht zufällig im „Bratwurstland“ Thüringen produziert.

Tradition und Erfahrung flossen in die Konstruktion der von THÜROS gefertigten reichhaltigen Modellpalette an Holzkohle-Kaminzuggrills, bis sie zu dem wurden, was sie heute sind: durchdacht bis ins Detail, erweiterungsfähig bis zur kompletten Grillstation durch allerhand sinnvolles Zubehör, mit einer Nachlieferungsgarantie von mindestens fünf Jahren und fast unverwüstlich durch den eingesetzten Werkstoff Edelstahl rostfrei. THÜROS war 2007 und 2008 Testsieger bei Holzkohlegrillgeräten und verspricht sich auch mit neu entwickelten Aluminium-Mehrzweckmöbeln verstärkten Absatz.

Das patentierte Aluminium-Profilsystem garantiert Vielfalt. Ein Licht-Heiz-System soll das Produktprogramm abrunden, so dass das Unternehmen über das ganze Jahr hinweg seine Erzeugnisse verkaufen kann. Die THÜROS GmbH wurde zum siebten Mal seit 2003 durch die Wirtschafts-Verlag W. V. GmbH und die Gemeinde Georgenthal zum Wettbewerb nominiert und 2004 als „Finalist“ ausgezeichnet.

• Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH, Stadtilm

Die Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH ist seit 60 Jahren ein Produzent von wälzgelagerten Gelenkwellen und Gelenkwellenbaugruppen mit hohen Qualitätsstandards und internationaler Wertschätzung. Besonders in den Jahren seit 1990 wurden verstärkt Gelenkwellen für die Industrieanwendung konstruiert und gebaut, die sich durch kompakte Bauweise, hohe Drehmomentkapazität, verbesserte Lagerlebensdauer, Service und Montagefreundlichkeit auszeichnen. Mit rund 400 Mitarbeitern beliefert das Unternehmen mehr als 500 Kunden in 38 Ländern.

Das Forschungs- und Entwicklungspotenzial in Verbindung mit modernstem Fertigungs-Know-how ist für alle Kunden der Garant für moderne, langlebige und kostengünstige Erzeugnisse mit Eigenschaften wie kompakte Bauweise, ideale Anpassungsfähigkeit und Langlebigkeit, beispielsweise bei Sonderwellen für den Einsatz in selbst fahrenden Erntemaschinen. Audits von führenden Unternehmen und die Zulassung aller wesentlichen Schiffsklassifizierungs-Gesellschaften erlauben den Einsatz der Produkte in allen Bereichen der Antriebstechnik.

Bei ansteigendem Erfolg, der sich 2008 in einem Umsatz von fast 53 Mio. Euro widerspiegelte, werden die Entwicklung weiterer, noch größerer Gelenk- und Zwischenwellen sowie der Einsatz von Carbon-Rohr zur Gewichts- und Materialreduzierung vorbereitet. Die Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH wurde zum vierten Mal seit 2006 durch das Landratsamt Ilm-Kreis zum Wettbewerb nominiert und 2006 als „Finalist“ ausgezeichnet.

• Münchenbernsdorfer Folien GmbH, Münchenbernsdorf

Anfang der 90er Jahre musste die Agrar eG Münchenbernsdorf - wie viele andere Unternehmen auch - für die Mitarbeiter eine neue Beschäftigung und für eine große, hohe Lagerhalle neue Nutzungsmöglichkeiten suchen. Umfangreiche Erkundungsfahrten und Analysen in den alten Bundesländern brachten die Idee: Bernd Dölz gründete mit fünf Gleichgesinnten am 18. Mai 1993 die Münchenbernsdorfer Folien GmbH.

Begonnen wurde mit 17 Arbeitskräften und einem gebrauchten Maschinenpark. Es musste eine neue Nische in einem Markt gefunden werden. Bereits im ersten Jahr des Bestehens wurde ein Umsatz von 2,4 Mio. DM realisiert. Mit kontinuierlichen Investitionen und modernisierenden Instandhaltungen wurden die Flexibilität, Effektivität und Qualität der Produktion permanent verbessert. Die anfängliche Begrenzung auf nur einfache PE-Materialien wurde durch weitere Entwicklungen, neue Veredelungen und Additiv-Kombinationen sowie durch Einführung nachwachsender, biolgisch-abbaubarer Werkstoffe aufgehoben.

Heute produziert die Firma mit 48 Mitarbeitern auf neuen, modernen Maschinen Automaten-Schrumpf-, Flach-, Schlauch-, Coex- und bedruckte Folien, Beutel und Säcke. Produziert wird rund um die Uhr, um die mehr als 200 Kunden in Deutschland, der EU und anderen Ländern termingerecht zu versorgen. Die Münchenbernsdorfer Folien GmbH wurde zum fünften Mal seit 2005 durch das Landratsamt Greiz zum Wettbewerb nominiert und 2007 als „Finalist“ ausgezeichnet.

F I N A L I S T E N

Baden-Württemberg

• Otto Graf GmbH, Teningen

„Im Kunststoff liegt die Zukunft“, lautete das Motto des Unternehmensgründers Otto F. Graf bei der Firmengründung 1962. Die Produktpalette reicht heute von der Regentonne bis zur Profi-Lösung für den umweltbewussten Bauherrn. Auf 155 000 qm Fläche entstand eine der modernsten Fertigungsanlagen für Kunststofferzeugnisse weltweit.

Im Bereich Regenwassernutzung ist die Otto Graf GmbH Marktführer in Europa. Mit 284 Mitarbeitern hat Graf in fünf Jahren eine Verdoppelung des Umsatzes auf 63 Mio. Euro erreicht. Die Otto Graf GmbH wurde zum zweiten Mal seit 2008 von der Baden-Württembergischen Bank Freiburg zum Wettbewerb nominiert.

• Mindness Hotel Bischofschloss, Markdorf

Am Bodensee liegt das Mindness Hotel Bischofschloss. Das 500-jährige Schloss war die Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Konstanz. Jedes der 44 Wohlfühlzimmer ist heute individuell eingerichtet. Das Mundart-Restaurant verwendet ausschließlich regionale und saisonale Produkte.

Das moderne Hotel- und Gastronomiekonzept verbindet Erholung und sportliche Aktivität miteinander, bietet innovative Tagungskonzepte und ein Bankett für 500 Personen. Die 34 „Schlossgeister“ erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,5 Mio. Euro. Das Mindness Hotel Bischofschloss wurde von der Deutsche Post AG, Direkt Marketing Center Ravensburg, zum Wettbewerb nominiert.

• PARAVAN GmbH, Pfronstetten-Aichelau

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat es PARAVAN vom „Nobody“ zum Europamarktführer für Behindertenfahrzeuge geschafft. Das Geheimnis: Die 83 Mitarbeiter nehmen den Kunden und seine Bedürfnisse ernst und erfüllen seine Wünsche - und sind sie noch so ausgefallen: vom einfachen Lenkradknauf bis zur individuellen Hightech-Modifikation, TÜV-zertifiziert und empfohlen von renommierten Automobilherstellern.

Im letzten Jahr konnten nicht nur elf Mio. Euro Umsatz realisiert werden, sondern auch eine weltweite Partnerschaft mit der Autovermietung AVIS. Die PARAVAN GmbH wurde zum dritten Mal seit 2007 von der HWK Reutlingen und dem Privatinstitut Dr. Matz Leipzig zum Wettbewerb nominiert.

• Quintessence Naturprodukte GmbH & Co. KG, Vogt

„Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein!“ Diese Aufforderung von Hippokrates nimmt diese Firma ernst. Quintessence ist ein Versandhaus für Produkte, die der Gesundheit dienen. Zum Sortiment gehören Kräuterspezialitäten, hochwertige Öle, Naturkosmetik; Medizin- und Wellnessprodukte sowie Druckerzeugnisse. Geliefert wird innerhalb Deutschlands sowie im deutschsprachigen Ausland.

Aktuell kommen jährlich mehr als 10 000 Kunden hinzu. Der Zuwachs um 33 Prozent auf einen Umsatz über drei Mio. Euro (2008) liegt auch an den zehn qualifizierten Kundenberatern am Telefon. Die Quintessence Naturprodukte GmbH & Co. KG wurde von der Deutsche Post AG, Direkt Marketing Center Ravensburg, und der Kanzlei WSS AKTIV BERATEN zum Wettbewerb nominiert.

• BARTEC GmbH, Bad Mergentheim

Die Geschichte der BARTEC GmbH begann 1975 mit einer Innovation: Firmengründer Reinhold A. Barlian startete als Ein-Mann-Betrieb mit der Entwicklung und Herstellung eines Sicherheitsschalters, der Explosionen an Zapfsäulen verhindert. Heute ist die BARTEC Gruppe der führende globale Anbieter hochwertiger, industrieller Sicherheitstechnik für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Mit seinen 1 464 Mitarbeitern hatte das Unternehmen letztes Jahr das erfolgreichste in seiner gesamten Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg um knapp zwölf Prozent auf 230 Mio. Euro. Die BARTEC GmbH wurde zum sechsten Mal seit 2004 von der Stadt Mergentheim und der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH zum Wettbewerb nominiert.

• Bachleitner & Heugel Elektronik OHG, Dunningen

Klassischer Start: Zwei Ingenieure bauen im Keller ein Anzeigegerät für einen Führerstand im Schienenfahrzeug. Seit fast 20 Jahre stellen sich Bachleitner & Heugel nun der Entwicklung und Fertigung von Anzeigegeräten und elektronischen Baugruppen mit besonderen Anforderungen an Elektronik- und Mechanik-Design. Der Schwerpunkt liegt seit mehr als zehn Jahren im Bereich der Bahntechnik.

Inzwischen haben die 43 Mitarbeiter einen zweijährigen Technologievorsprung herausgeholt. Die Bachleitner & Heugel Elektronik OHG wurde zum zweiten Mal seit 2008 von der Gemeinde Dunningen und der Kanzlei WSS AKTIV BERATEN zum Wettbewerb nominiert.

• ASSTEC GmbH & Co. KG, Rottweil

Das ASSTEC Leistungsspektrum erstreckt sich von der Lieferung von Systemkomponenten aus dem umfangreichen ASSTEC Systembaukasten über die Konstruktion und den Bau von manuellen Produktionssystemen bis hin zur Fabrikplanung mit 3-D Visualisierung. Seit Firmengründung im Jahr 2003 konnten bereits über 600 Kundenbeziehungen aufgebaut werden.

Die 20 Mitarbeiter erarbeiten Montage- und Logistiklösungen beispielsweise für Audi, Siemens oder Lufthansa. Ihr Variationsreichtum ermöglichte eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent auf über fünf Mio. Euro. Die ASS.TEC GmbH & Co. KG wurde von der Kanzlei WSS AKTIV BERATEN zum Wettbewerb nominiert.

Bayern

• PDR Recycling GmbH + Co. KG, Thurnau

„Wo gehobelt wird, fallen Späne“, und wo gebaut wird, werden PU-Schaumdosen benötigt. Deshalb wurde die PDR wurde vor mehr als 15 Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der führenden europäischen PU-Schaumhersteller gegründet. Heute holen allein acht Logistikpartner die Dosen in die Recyclinganlage mit eigener Technologie - 95 Prozent Verwertungsquote. Das zweite Standbein sind Druckerpatronen aus Europa und Asien.

Das Unternehmen mit einem Umsatz von fast neun Mio. Euro im letzten Jahr, beschäftigt 65 Mitarbeiter. Die PDR Recycling GmbH + Co. KG wurde zum zweiten Mal seit 2008 vom Landkreis Kulmbach, der IM BE MA - Consult GmbH und der Kulmbacher Bank eG zum Wettbewerb nominiert.

• HORSCH Maschinen GmbH, Schwandorf

HORSCH ist Trendsetter im Bereich Getreideanbau. 1984 gegründet, ist das Unternehmen heute einer der international führenden Hersteller für modernste Bodenbearbeitung und Sätechnik. „Landwirtschaft aus Leidenschaft“ lautet der Slogan, der vom einfachen Monteur über das Serviceteam bis in die Geschäftsführung gelebt wird. Im Jahr 2008 ist es dem Unternehmen gelungen, mit 250 Mitarbeitern den Umsatz um 73 Prozent auf 142 Mio. Euro zu steigern.

Gleichzeitig ist es gelungen, absolute Liefertreue sicherzustellen und die Qualitätsansprüche auf hohem Niveau zu halten. Die HORSCH Maschinen GmbH wurde zum zweiten Mal seit 2008 durch die VARIOTEC GmbH & Co. KG und die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG, Zweigniederlassung Süddeutschland, zum Wettbewerb nominiert.

• Malzfabrik Mich. Weyermann GmbH & Co. KG, Bamberg

Das Familienunternehmen, seit 130 Jahren Inhaber geführt, hat inzwischen mehr als 2 500 Kunden in über 100 Ländern. Neben der Herstellung aller traditioneller Malze hat es sich auf die Produktion von Spezial- wie Caramel- und Röstmalze spezialisiert. Die Spezialmalze des Weltmarktführers kommen nicht nur bei der Bierherstellung, sondern inzwischen auch sehr häufig in der Lebensmittelherstellung zum Einsatz, beispielsweise bei Backmitteln oder Aceto Balsamico.

105 Mitarbeiter erwirtschafteten mit 80 verschiedenen Artikeln 2008 einen Umsatz von knapp 44 Mio. Euro. Die Malzfabrik Mich. Weyermann GmbH wurde zum zweiten Mal seit 2008 durch die IM BE MA - Consult GmbH und die Stadt Bamberg zum Wettbewerb nominiert.

• Sebastian e. K., Vilshofen

Die Firma Sebastian e. K. ist ein Versandgroßhandelsunternehmen. Ziel: für jede Branche ein Produkt. Das Kerngeschäft sind Heizungs- und Sanitärprodukte. Das Unternehmen beliefert ausschließlich das Fachhandwerk. Eine weitere Zielgruppe ist das Glaserhandwerk.

Für Hotels wurde ein Spezialsortiment entwickelt, das sich hauptsächlich aus dem Bereich Heizung- und Sanitärtechnik ableitet. Derzeit werden rund 10 000 Kunden in Deutschland, Österreich, Niederlande und Tschechien beliefert. Die 18 Mitarbeiter erarbeiteten 2008 einen Umsatz von zwei Mio. Euro. Sebastian e. K. wurde durch die Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Passau zum Wettbewerb nominiert.

• eibe Produktion + Vertrieb GmbH & Co. KG, Röttingen

Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Kindergarten-Komplettausstattungen, Schuleinrichtungen und Spielplatzgeräten und sehr benutzerfreundlich. Aufgrund des weltweiten Netzes von Vertriebspartnern sind die Produkte auf allen Kontinenten des Erdballs verbreitet und geschätzt. eibe exportiert rund 50 Prozent seiner Produkte in über 40 Länder.

In den letzten vier Jahren wuchs der Umsatz kontinuierlich auf über 33 Mio. Euro. Das Unternehmen mit seinen 300 Mitarbeitern verfügt über vier gültige Patente und 204 Geschmacksmusteranmeldungen in der EU. Die eibe Produktion + Vertrieb GmbH & Co. KG wurde durch den Landkreis Würzburg zum Wettbewerb nominiert.

• Pollin Electronic GmbH, Pförring

Im Jahr 1890 als Maschinenhandlung gegründet, kann die Firma Pollin auf eine fast 120-jährige Tradition zurückblicken. Seit den 70ern ist sie im Bereich Groß- und Einzelhandel von elektronischen Bauelementen aller Art tätig. 1998 wurde in Pförring das Elektronik-Handelszentrum bezogen. 2008 konnten das vergrößerte Electronic Center und das erweiterte Verwaltungsgebäude eingeweiht werden. Das Familienunternehmen verdreifachte seit 2001 seinen Umsatz auf 36 Mio. Euro. Mit 222 Mitarbeitern ist die Firma am Puls der Zeit und bedingungsloser Preisführer.

Die Pollin Electronic GmbH wurde zum zweiten Mal seit 2008 durch die Regierung von Oberbayern, den Landkreis Eichstätt, die Deutsche Post, Vertriebsdirektion BRIEF VVV GSK Süd, die DHL Vertriebs GmbH & Co. OHG, von Prof. Kurt Nagel (Systeme für Erfolg), Markt Pförring und die IHK München/GSt. Ingolstadt, zum Wettbewerb nominiert.

• Heiligenfeld Kliniken, Bad Kissingen

Die Heiligenfeld Kliniken entstanden 1990 durch Umwandlung eines Hotels in einen Klinikbetrieb. In der patientenorientierten Klinik ergänzen sich moderne Medizin, ganzheitliche Heilung und Wirtschaftlichkeit: Heiligenfeld - ein Feld der Heilung. Die Klinikgruppe ist jetzt mit 513 Betten ausgestattet, und 520 Mitarbeiter sowie 32 Auszubildende arbeiten in verschiedenen Fachdisziplinen. Mit der 2007 übernommenen Luitpoldklinik kamen vier neue Fachbereiche hinzu.

Die Vollbelegung der Kliniken, die gleich bleibend hohe Nachfrage und Empfehlungsquote ist ein klares Erfolgsindiz. Ein weiteres: die Umsatzsteigerung auf über 27 Mio. Euro, knapp eine Verdreifachung in fünf Jahren. Die Heiligenfeld Kliniken wurden zum zweiten Mal seit 2008 durch die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG, Zweigniederlassung Süddeutschland, die Wirtschaftsjunioren Bad Kissingen, die IHK Würzburg-Schweinfurt und durch den Landrat Bad Kissingen zum Wettbewerb nominiert.

Hessen

• Argand'Or GmbH, Friedrichsdorf

Argand’Or wurde gegründet, um eines der kostbarsten Lebensmittel und wertvollsten medizinischen Pflegemittel zu bewahren und vielen Menschen auch außerhalb Marokkos näher zu bringen: Arganienöl, gewonnen aus dem Kern dieser olivenähnlichen Frucht.

Bei dem marokkanisch-deutschen Unternehmen stehen die traditionell handgemachte Herstellung, die kontrollierte, hundertprozentige Naturbelassenheit, die soziale und wirtschaftliche Verantwortung und die Schonung der ökologischen Ressourcen im Vordergrund. Mitarbeiter aus vier Nationen erwirtschafteten seit der Gründung vor vier Jahren über eine Mio. Euro Umsatz. Die Argand'Or GmbH wurde zum dritten Mal seit 2007 durch Stadt Friedrichsdorf zum Wettbewerb nominiert.

• Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg

Das Unternehmen hat über 135 Jahre Erfahrung in der Verarbeitung von Weißblech, 350 hoch qualifizierte Mitarbeiter, eine flache Hierarchie mit kurzen Entscheidungswegen, eine konsequente Kundenorientierung, ein zertifiziertes Qualitätsmanagement und eine Steigerung des Umsatzes auf 59 Mio. Euro Umsatz im letzten Jahr - gegen den Trend.

Die Blechwarenfabrik produziert in Limburg, Neustadt und Moskau (Russland) innovative Metallverpackungen für verschiedenste Einsatzzwecke: Dosen, Flaschen, Eimer, Kanister und Verpackungen für chemisch-technische Produkte wie Lacke und Farben. Die Blechwarenfabrik Limburg GmbH wurde zum dritten Mal seit 2007 durch die Bluhm Systeme GmbH zum Wettbewerb nominiert.

• Fus + Sohn Möbelwerkstätte und Innenausbau GmbH, Kirchhain

Ob Büromöbel, Einbauküchen, Einbauschränke oder ganze Objekte, individuelle Einzel-, Serienmöbel oder Ladenbau: Fus + Sohn bietet individuelle Lösungen aus der gesamten Palette; Tischlerarbeiten in TOP-Qualität durch hoch qualifizierte Mitarbeiter. Sieben Meister gewähren eine optimale Kundenberatung und -betreuung nach der Devise „Qualität durch modernste Technik und handwerkliches Können…im Einklang mit der Natur“.

Jedes Produkt erhält einen „Produktpass", der Auskunft über Inhaltsstoffe und verwendete Materialien gibt. Die Fus & Sohn Möbelwerkstätte und Innenausbau GmbH wurde zum siebten Mal seit 2003 durch den Kreisausschuss Marburg-Biedenkopf zum Wettbewerb nominiert.

• Mundipharma GmbH, Limburg/Lahn

Mundipharma ist eines der führenden mittelständischen Pharmaunternehmen mit starker internationaler Ausrichtung. Schmerztherapie, Onkologie und Atemwege bilden die Kompetenzschwerpunkte auf der Grundlage eigener Forschung. Besonders auf dem Gebiet der Schmerztherapie hat sich Mundipharma als „Der Schmerzspezialist“ einen Namen gemacht.

Eine konstante Umsatzsteigerung von 65 Mio. Euro (1994) auf 224 Mio. Euro (2008) dokumentiert dies eindrucksvoll. Das Unternehmen bietet 860 attraktive Arbeitsplätze, darunter fast 100 Teilzeitmodelle. Die Mundipharma GmbH wurde durch den Landkreis Limburg-Weilburg zum Wettbewerb nominiert.

Thüringen

• H. Heinz Messwiderstände GmbH, Elgersburg

Das Unternehmen ist ein Spezialist für Temperaturfühler und Messwiderstände. 1991 gegründet, wurden zunächst Glasmesswiderstände produziert. An die Marktbedürfnisse angepasst, wuchs das Produktspektrum kontinuierlich: Platin-Temperatursensoren, Thermoelemente oder Widerstandsthermometer gehören heute dazu. Fünf Mitarbeiter im Bereich F&E arbeiten zurzeit an einem drahtlosen Temperaturfühler.

Die kontinuierliche Umsatzentwicklung auf fast sieben Mio. Euro wurde nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Firmen wie ABB oder Siemens erreicht. Die H. Heinz Messwiderstände GmbH wurde zum siebten Mal seit 2003 durch die Landtagspräsidentin Prof. Dagmar Schipanski, die IHK Südthüringen Suhl und das Landratsamt Ilm-Kreis zum Wettbewerb nominiert.

• Silbitz Guss GmbH, Silbitz

Die Gießerei für Einzelteile, Klein- und Mittelserien bietet ein breites Leistungsspektrum, verbunden mit Flexibilität und einem großen technologischen Erfahrungsschatz. Schwerpunkt der Unternehmensstrategie ist die innovative Umsetzung der Ergebnisse aus F&E - speziell für hochwertiges Gusseisen sowie für Stahl und Edelstahl. 31 000 Tonnen Guss hat das Unternehmen im Jahr 2008 hergestellt.

Der Umsatz wurde in den letzten Jahren erheblich gesteigert und belief sich 2008 auf über 100 Mio. Euro. Knapp 70 Arbeitsplätze kamen im vergangenen Jahr hinzu, so dass das Unternehmen nunmehr 530 Mitarbeiter beschäftigt. Die Silbitz Guss GmbH wurde zum zweiten Mal seit 2008 durch den Wirtschaftsverlag W. V. GmbH und die zoommedia GbR Jena zum Wettbewerb nominiert.

• N. L. Chrestensen Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH, Erfurt

Die traditionsreiche Züchterfirma besteht seit über 140 Jahren. Chrestensen war 1908 Mitbegründer des inzwischen weltumspannenden Fleurop-Dienstes. Saatgut wird heute an Gärtner, Handelspartner und Hobbygärtner in der ganzen Welt geliefert. Über Versandhandel und Call-Center wird das Geschäft abgewickelt. Allein in Deutschland werden 4 500 Kunden beliefert.

Als großer Gartenbau- und Handelsbetrieb setzt das Unternehmen bei Zierpflanzen ausschließlich auf die bewährten Neuheiten internationaler Züchter. Im letzten Jahr konnte ein 16-prozentiger Umsatzzuwachs auf 14 Mio. Euro verbucht werden. Die N. L. Chrestensen Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH wurde durch die Landeshauptstadt Erfurt zum Wettbewerb nominiert.

• Tischlerei Hantschel GmbH, Saalfeld

Die Tischlerei Hantschel ist ein Inhaber geführtes Familienunternehmen. Als traditioneller Handwerksbetrieb ist es dem Naturwerkstoff Holz seit nunmehr über 100 Jahren treu geblieben. Das Leistungsspektrum reicht vom Innenausbau über Fenster, Türen und Möbelbau, Sandsteinbeschichtungen und CNC-Fräsarbeiten bis zum hochwertigen Wintergarten- und Fassadenbau.

In diesem Jahr baut das Unternehmen ein Massivholz-Musterhaus, das unter ökologischen und wohngesunden Gesichtspunkten zertifiziert ist - einzigartig in der Region. Die Tischlerei Hantschel GmbH wurde durch die Handwerkskammer für Ostthüringen zum Wettbewerb nominiert.

• InduServ GmbH, Deuna

Alles begann mit einer Marktlücke: Vor fast 20 Jahren fehlte es an der Entwicklung, Planung, Herstellung und Errichtung von Filteranlagen zur Reinhaltung der Luft. Die GmbH wurde gegründet. Heute ist InduServ Dienstleister in der Zement-, Kalk-, Gips- und Kaliindustrie. In den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz jeweils kontinuierlich um eine Million auf nun fast sechs Mio. Euro.

Nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ haben die 72 Beschäftigten und fünf Auszubildenden letztes Jahr ein 2,5-Millionen-Projekt bewältigt, geführt von der nächsten Generation in der Chefetage. Die InduServ GmbH wurde zum fünften Mal seit 2005 durch die Verwaltungsgemeinschaft „Eichsfelder Kessel“ und das Privatinstitut Dr. Matz Leipzig zum Wettbewerb nominiert.

Hintergrundinformation:

Was ist der "Große Preis des Mittelstandes"?

Der jährliche Wettbewerb "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung hat sich seit der Erstverleihung 1995 zum wichtigsten deutschen Mittelstandswettbewerb entwickelt. Im Jahr 2008 wurden 3.366 Firmen von über 1.000 Kommunen, Institutionen und Verbänden nominiert.

Wettbewerbskriterien:

• Gesamtentwicklung des Unternehmens
• Schaffung/Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
• Modernisierung und Innovation
• Engagement in der Region
• Service und Kundennähe, Marketing

Nutzen:

Der Wettbewerb trägt zur öffentlichen Würdigung des Mittelstandes als Hoffnungsträger und Wirtschaftsfaktor bei, befördert die Netzwerkbildung im Mittelstand und popularisiert Erfolgsbeispiele. Mit der Nominierung von Firmen zu diesem Wettbewerb können Kommunen, Institutionen und Verbände effektiv Wirtschaftsförderung und Regionalmarketing miteinander verbinden. Für die Firmen selbst ist bereits die Teilnahme am Wettbewerb, erst recht die Auszeichnung als Mitglied der Juryliste, als Finalist oder Preisträger, ein starkes Alleinstellungsmerkmal mit vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten.

Procedere:

Die Entscheidung zur Auszeichnung fällen Regionaljurys der 12 Wettbewerbsregionen und eine Abschlussjury. Je Wettbewerbsregion werden in der Regel drei Unternehmen als Preisträger und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet werden. Darüber hinaus werden bundesweite Sonderpreise ausgelobt für:

• Premier bzw. Premier-Finalist
* die Unternehmerin des Jahres
• die Kommune des Jahres
* die Bank des Jahres

Als Premier und Premier-Finalist können nur Preisträger früherer Jahre ausgezeichnet werden. Die Sonderpreise werden auf dem Bundesball in Berlin verliehen.

Träger des Wettbewerbs gemeinsam mit der Oskar-Patzelt-Stiftung, Leipzig, sind Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), der Bundesverband der Dienstleistungs-wirtschaft (BDWi), Unternehmer- und Arbeitgeberverbände (UV, AGV), Landesverbände des Bundes der Selbstständigen/Deutscher Gewerbeverband (BDS/DGV) und des Bundesverbandes Mittelständi-sche Wirtschaft (BVMW), der Europaverband der Selbstständigen (BVD/CEDI), Regierungspräsidien, Städte und Gemeinden, in Zusammenarbeit mit Ministerien, Institutionen und Medien.

Wer ist die Oskar-Patzelt-Stiftung?

Die Oskar-Patzelt-Stiftung mit Sitz in Leipzig nimmt sich bundesweit der Würdigung hervorragender Leistungen mittelständischer Unternehmen an und verleiht jährlich im Herbst den Wirtschaftspreis "Großer Preis des Mittelstandes". Trotz krisenhafter weltwirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Entwicklungen hat der unternehmerische Mittelstand in den letzten Jahren Millionen neuer und zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen. Diese gewaltigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen.

Ziele der Stiftung:

• die Verbesserung des Bildes mittelständischer Unternehmer in der Öffentlichkeit,
• die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Zusammenhang "Gesunder Mittelstand - Starke Wirtschaft - Mehr Arbeitsplätze",
• die Popularisierung von Erfolgsbeispielen und Netzwerkbildung im Mittelstand.

Organisation:

Von Anbeginn an ist die Stiftung grundsätzlich ehrenamtlich organisiert und wird ohne einen Euro Steuergelder ausschließlich privat finanziert. Mehr als 150 Personen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind gegenwärtig in den Stiftungsgremien aktiv engagiert. Die Stiftung verkörpert als unabhängige Initiative Corporate Citizenship im besten Sinne. Stiftungsgremien sind Vorstand (Dr. Helfried Schmidt, Petra Tröger), Kuratorium, das Präsidium, der Unternehmerbeirat, der Wissenschaftliche Beirat, die regionalen Servicestellen und Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung und die 13 Jurys (Landes- und Abschlussjury). _____________________________________________________________ Für Rückfragen:
Oskar-Patzelt-Stiftung
Dr. Helfried Schmidt
Tel. 0341 2406100
Fax: 0341 2406166
E-Mail presse[at]op-pt.de
Internet: www.mittelstandspreis.com