Mittelstands-Forum tagte in Lindlar

(11.05.2010)

Oberberg/Lindlar (aa) Am 22. Und 23. April 2010 tagte das Mittelstandsforum Deutschland in Lindlar (Oberberg) bei Köln. Am Donnerstag trafen sich bereits knapp 20 Mitglieder zum gemeinsamen Austausch über die Belange des Mittelstandes, beabsichtigte Neuaufnahmen und aktuelle Themen mittelständischer Wirtschaftspolitik. Zu den zweitägigen Tagungen – am zweiten Tag traf sich ein erweiterter Kreis von Unternehmern, Banken und Kommunen aus zehn Bundesländern um das Brainstorming der Oskar-Patzelt-Stiftung mit Themen rund um den „Großen Preis des Mittelstandes“, aber auch gerade mittelständischer Probleme und gegenseitiger Lösungsansätze zu erörtern.

Nach der Regionaltagung am ersten Tag des Treffens fuhren die Mitglieder des Mittelstandsforums Deutschland zu der Firma „ONI Wärmetrafo GmbH“, die für die Organisation des Tagungsprogrammes vor Ort verantwortlich zeichnete. Und dieses stieß auf hundertprozentige Begeisterung bei den Teilnehmern – interessant, informativ und viele Fragen beantwortend, traf es den Kern dieser Veranstaltungen: sich gegenseitig zu helfen und auszutauschen in dem sinnvollen Miteinander von mittelständischen Unternehmen, Banken und Kommunen.

Wenn dieses Dreieck regional – aber im Austausch auch überregional – funktioniere, könne es einem um den deutschen Mittelstand nicht bange sein; diese Stimmung konnte man den Teilnehmern unisono entnehmen. Die beeindruckende Besichtigung der Firma, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Energie in jeglicher Form einsparen zu können, bietet Wärme- und Kälteenergierückgewinnungsmethodik, die wohl einmalig sein dürfte. Damit hat sie auch eine einzigartige mittelständische Erfolgsgeschichte schreiben können, wie Wolfgang Oehm, der Firmengründer nicht ohne Stolz erzählen konnte. Der Rundgang durch das Unternehmen präsentierte unternehmerischen Weitblick, aber auch Mitarbeiterführung, die auf jeden Fall zu Erfolg beiträgt. Der Eindruck, jeder einzelne Mitarbeiter sei stolz darauf nur höchste Qualität abzuliefern, prägte sich jedem der Teilnehmer nachhaltig ein. Ein oberbergischer Abend rundete das Programm mit gemeinsamere Gemütlichkeit ab.

Die Oskar-Patzelt-Stiftung selbst, die es sich vor über 15 Jahren zum Ziel gemacht hat, mittelständische Unternehmen zu fördern, Netzwerke zu schaffen und für unternehmerische Tugenden zu werben, kann zwischenzeitlich auf den anerkanntesten bundesdeutschen Wettbewerb (für den Unternehmer nominiert werden können bzw. müssen – selbst kann man sich nicht bewerben) verweisen: „Der Große Preis des Mittelstandes“ ist das Rückgrat dieses funktionierenden Netzwerkes, dem zwischenzeitlich tausende von deutschen Firmen angehören. Allein 2010 wurden über 3 500 Firmen für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert.

Beim Brainstorming am zweiten Tag des Regionaltreffens – zu diesem traf sich ein erweiterter Kreis aus Mitgliedern des Mittelstandsforums, aber auch Preisträger, Finalisten und Nominierte, bei der Fa. Lang AG in Lindlar, wurden ganz konkrete mittelständische Themen erörtert, die den Teilnehmern unter den Nägeln brannten. So stand z.B. die Unlust zur Selbstständigkeit, die statistisch durch die Medien ging, auf der Tagesordnung, aber auch eine marketingtechnisches Auftreten und die regionale Einbindung eines Unternehmens. Die Firma Lang, einer der professionellsten und größten Vermieter jeglicher Medientechnik präsentierte als Gastgeber des Vormittages ihr breites Spektrum an höchster technischer Dienstleistung in beeindruckender Weise.

Beim anschließenden Empfang durch Bürgermeister Dr. Hermann-Josef Teborke und Landrat Hagen Jobi zeigten beide die Vorzüge ihrer Kommunen, deren herausragendes Merkmal mittelständischen Partnerschaftsdenkens die Angehörigkeit zur RAL-Gütegemeinschaft „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ ist. Damit zeigen sie in vorbildlicher Weise, dass man im Oberbergischen Kreis die Anliegen der mittelständischen Wirtschaft ernst nimmt.

Den Abschluss des regionalen Austausches bildete der beeindruckende Besuch des Freilichtmuseums Lindlar, einem 40 Hektar großen Gelände, das zahlreiche Epochen bergischen Kulturgutes widerspiegelt, bevor es zum gemeinsam Ausklang des Treffens nach Köln ging. Bei Kölsch und „halvem Hahn“ (was nichts anderes bedeutet, als der Kölner statt eines ganzen Brötchens nur ein halbes wollte: „kann ich auch ein halven han“) ließ man das Treffen ausklingen, bevor die Teilnehmer am Samstagmorgen die teils stundenlangen Rückreisen antraten.

Einig war man sich auf jeden Fall über den Erfolg des Treffens in Austausch und regionaler Präsentation und somit wird dieser – mittlerweile schon fast als Tradition zu bezeichnende – Weg, mittelständischer, aber auch regionaler Stärkung durch Netzwerkarbeit sicherlich weiter miteinander gegangen.

(Quelle: Wolfgang Oehm, ONI-Wärmetrafo GmbH)

Übergabe der Urkunden 2. Stufe "Großer Preis des Mittelstandes" (Foto: ONI)

(Fotos: ONI-Wärmetrafo GmbH)