Mittelstand im Fokus

(09.03.2010)
Von: Paul Freiling
Dessau-Roßlau. Den Start der neuen Wettbewerbsrunde zum Großen Preis des Mittelstandes 2010 nach Abschluss der Nominierungsphase hat die GfM-Unternehmensgruppe als Servicestelle Dessau-Roßlau der Oskar-Patzelt-Stiftung kombiniert mit dem offiziellen Start einer regionalen Initiative für den Fachkräftebedarf.

In Anwesenheit von Dr. Reiner Haseloff, dem Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, und rund 60 Vertretern verschiedener öffentlicher Institutionen, darunter der Dessau-Roßlauer Oberbürgermeister Klemens Koschig und der Präsident des Industrieclubs Dessau Rolf Rätzer sowie zahlreicher Geschäftsführer regionaler Unternehmen eröffnete Ende Januar die technikArena in Dessau, Junkersstraße 115. Die Eröffnung bil-dete den Auftakt einer regionalen Initiative der GfM-Unternehmensgruppe für den Fachkräftebedarf. Dazu werden im ersten Schritt konkrete Qualifi-zierungen in Form von Kurzseminaren, Fortbildungen und modularen Trai-ningseinheiten mit dem Ziel angeboten, Betrieben je nach unternehmeri-schem Kurs ein passgenaues Angebot bereit zu stellen, Menschen mit unterschiedlichen Erwerbsbiografien neue Perspektiven für Beschäftigung zu eröffnen und die regionale Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Mittelfristig werden Qualifizierungen für die zweite Reihe entwickelt. Auf lange Sicht plant die Geschäftsführung Kooperationen mit Schulen für eine frühzeitige Förderung von technischem Wissen.

Der Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes ist der resonanzstärkste deutsche Wirtschaftspreis und geht dieses Jahr in die 16. Runde. Ziel des Wettbewerbes ist die Förderung des Respekts und der Achtung vor unter-nehmerischen Tugenden wie Verantwortung, Fleiß und Erfindungsreich-tum, die Förderung einer Kultur der Selbstständigkeit und die Kommunika-tion der Erfolge mittelständischer Unternehmen.

Für den Großen Preis des Mittelstandes können sich Unternehmen nicht selbst bewerben, sondern müssen von Dritten vorgeschlagen werden. Die Entscheidung zur Auszeichnung fällen Regionaljurys der zwölf Wettbewerbsregionen und eine Abschlussjury. Je Wettbewerbsregion können im Regelfall drei Unternehmen als Preisträger und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet werden. Darüber werden bundesweite Sonderpreise ausgelobt, unter anderem für die Unternehmerin des Jahres, die Kommune des Jahres, die Bank des Jahres sowie die Sonderpreise Premier und Premier-Finalist. Als Premier oder Premier-Finalist können nur Preisträger früherer Jahre ausgezeichnet werden.

Die GfM hat selbst 22 Unternehmen aus der Region Dessau-Roßlau nomi-niert. Bis Mitte April haben die Nominierten nun die Möglichkeit, Unterlagen bei der Jury einzureichen und den Sprung auf die Juryliste zu schaffen. Damit sind sie dann in der entscheidenden Runde, aus der die Finalisten und Preisträger ausgewählt werden. Mit der großen Zahl an Nominierun-gen zeigt Dessau-Roßlau, dass die Region eine breite Basis an starken Unternehmen zu bieten hat. Allein im verarbeitenden Gewerbe beschäfti-gen heute im östlichen Sachsen-Anhalt mehr als 300 Unternehmen knapp 20.000 Arbeitnehmer.