Leistung neu entdecken

(28.04.2015)
Um als Unternehmer erfolgreich zu bleiben und seine Bestleistungen abzurufen, muss man stets ein wenig das Rad neu erfinden. Wie das geht, erfuhren die Besucher des Wirtschaftsforums in Leipzig

Erfolg bedeutet für ein Unternehmen heute nicht nur, ein gutes Produkt herzustellen und zu verkaufen, Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit müssen ebenso gewährleistet sein und ein ansprechendes Image soll das Unternehmen auch noch haben. In jedem dieser Bereiche muss Bestmögliches geleistet werden, sonst ist der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Nur: Einfach ist es nicht, bei dieser Masse an Anforderungen den Überblick zu behalten und stets oben auf dem Treppchen zu stehen. Manchmal braucht es einen Blick über den Tellerrand, einen Kniff aus einem völlig anderen Bereich, um das eigene Leistungspotenzial wieder vollends abrufen zu können. Um Unternehmern und Unternehmen die Suche nach der eigenen Leistungsfähigkeit zu erleichtern, lud die Oskar-Patzelt-Stiftung zum siebten Wirtschaftsforum in Leipzig, das unter dem Motto „Leistung neu entdeckenstattfand.

Nicht nur im Netz, sondern vernetzt
Wer gute Leistungen erzielen will, der braucht laut OPS-Vorstand Dr. Helfried Schmidt zunächst einmal fähige Partner und ein starkes Netz. Schmidt informierte, wie der „Große Preis des Mittelstandes“ Unternehmer zusammenbringt und das (Geschäfts-) Leben einfacher macht. Und dies stellte nur ein Bruchteil der Netzwerkmöglichkeiten dar. P.T. Magazin, „Kompetenznetz Mittelstand“ sowie weitere Portale und Medien in denen die Oskar-Patzelt-Stiftung aktiv ist, sind für jeden Unternehmer exzellente Stützen auf dem Weg zum Erfolg. Wer seine Möglichkeiten nutzt und sich klug vernetzt, der ist schon morgen ein Gewinner.

Trotz Triebwerksschaden voll durchgestartet
Martin Limbeck hält nichts auf: Der Vertriebsexperte und Hardseller aus Hessen musste vor Beginn der Tagung einen Triebwerksschaden an seinem Linien-Flug verkraften, was ihn jedoch nicht hinderte, die anwesenden Mittelständler zu einer rasanten Fahrt durch die Welt des modernen Verkaufens einzuladen. Wer heute verkaufen will, der muss vor allem eines: am Ball bleiben. Nur Talent und gute Ideen nutzen nichts, ein echter Verkäufer ist fleißig… und glänzt am Telefon. Ein kurzer Anruf zum Geburtstag oder einem anderen Jubiläum – nicht selten sind es die kleinen Gesten, die kurzen Zwischentöne, die einen neuen Auftrag bringen.

Ziemlich interessante Möglichkeiten, oder einfach nur „ZIM“
Um den Wettbewerbsvorteil deutscher KMUs zu sichern, hat das Bundeswirtschaftsministerium das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ ins Leben gerufen, das finanzielle Risiken der Entwicklung senkt und hilft, Märkte zu erschließen. Just über diese Potenziale informierte Experte Prof. Holger Weiss, legte die Struktur und Ziele des Programms dar und stellte die verschiedenen Fördermodelle vor. So bleibt der deutsche Mittelstand auch morgen der Top-Innovator.

Hohl aber wertvoll
Wer nach einer echten Innovation sucht, der muss manchmal nur zum eigenen Gartenzaun laufen. Genau dies passierte Claus Reichert, dem eines Tages der Japanische Staudenknöterich am Zaun seines Grundstücks auffiel. Die aggressiv und stark wachsende Pflanze ist als Unkraut verschrien, bietet aber großes wirtschaftliches Potenzial. So sind die hohlen und stabilen Stängel ein hervorragender Schall- und Wärmeschutz und gleichzeitig perfekt für Leichtbauten geeignet, auch für Pharmazie und Kosmetik bietet der Knöterich nahezu unbegrenzte Nutzungsmöglichkeiten. Dieser Knöterich hat es tatsächlich in sich.

Spitzensport und Spitzenleistungen
Spitzenunternehmen und Spitzensport haben vieles gemeinsam davon ist Irg Torben Bührer überzeugt.  Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Leistungssportler stellte in Leipzig den „Beruf“ des Spitzensportlers vor und zeigte an zahlreichen Beispielen, wie Problemstellungen und Drucksituationen im täglichen Geschäft mit Strategien aus dem Sport gelöst werden können. Unterstützt wurde er dabei von Daniel Strigel, der 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze im Degenfechten gewann. Kein Zweifel: Mittelständische Wirtschaft ist Spitzensport!

Kampf dem Schweinehund!
Der wohl härteste Kampf den es auszutragen gilt, ist der gegen den inneren Schweinhund und er muss nahezu täglich bestritten werden. Woher der Schweinehund kommt und welche Areale unseres Gehirns wir aktivieren können, wenn wir ihn überwinden wollen, darüber informierte Marketing- und Designexperte Arnd Joachim Garth. Ihm ging es in seiner unterhaltsamen Präsentation darum, die positiven Gefühle in den Vordergrund zu stellen, denn letztlich sind sie es, die uns zum Erfolg bringen. Wer mit positiver Energie durchs Leben geht, der motiviert auch andere und vollbringt Leistungen, die in Staunen versetzen.

Viel Lärm um nichts
Das letzte Wort hatte in Leipzig Dr. Martina Dressel. Die Kommunikationsexpertin diskutierte in ihrem Vortrag die Möglichkeiten moderner Kommunikation. Martina Dressel mahnte Unternehmer mehr auf sich selbst achten, geredet wird schließlich viel, die Kunst besteht darin, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen und sich nicht verunsichern zu lassen.  Wer sich nicht fremdbestimmen lässt, eigene Schwächen und Stärken akzeptiert und auf den eigenen Weg vertraut, der findet nicht nur durch den Dschungel der modernen Kommunikation, sondern schöpft auch sein wahres Leistungspotenzial aus.

Mit dieser Erkenntnis schloss das siebte Wirtschaftsforum. Das Fazit: Dieser deutsche Mittelstand wird noch einige Spitzenleistungen zu Wege bringen.  (GMT)

Finden vollständigen Bericht zum Wirtschaftsforum finden Sie auf Opens external link in new windowP.T. Magazin.

Glückliche Gesichter: Die Jurystufe ist erreicht. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Erfolg braucht Vernetzung, davon ist Dr. Helfried Schmidt überzeugt. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Für Martin Limbeck geht Erfolg im Vertrieb nur übers Telefon! (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Prof. Holger Weiss informierte über das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Zwei im Zeichen des Knöterichs: Helfried Schmidt und Claus Reichert. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Irg Torben Bührer weiß, Unternehmer und Spitzensportler haben vieles gemeinsam. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Olympiamedaillengewinner Daniel Strigel erzählte, wie er seinen Angstgegner im Fechten ausstach. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Prof. Arnd Joachim Garth sagt Schweinehunden den Kampf an. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)

Dr. Martina Dressel empfiehlt, sich von E-Mail und Co. nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen, dann klappt’s auch mit der Leistung. (Fotos: © Gunnar Marquardt/OPS Netzwerk GmbH)