Fuldaer 9. Frühjahrstagung 2013

(18.03.2013)

Fulda (ops) – Viele Wege führen zum Erfolg. Das bewiesen die fünf Redner auf der 9. Frühjahrstagung der Oskar-Patzelt-Stiftung am 15. März 2013 in Fulda.

Unter dem Motto „Erfolg für alle“ wurden die Vorteile von

  • Mittelstandsberatung,
  • Wirtschaftsförderung,
  • Marken-Etablierung und
  • Firmen-Design- bzw. Firmen-Profil-Schärfung

erarbeitet. Unter den Unternehmen aus 16 Bundesländern befanden sich sowohl zwölf Preisträger der Vorjahre als auch 21 für den „Großen Preis des Mittelstandes 2013“ Nominierte.

Einbindung des Großen Preis des Mittelstandes

Spannend wurde das Thema „Krieg mit Hollywood“ erzählt, das den Werdegang der Oskar-Patzelt-Stiftung und des von ihr ausgelobten, seit fast 20 Jahren erfolgreichen Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" wiedergibt. Er gilt heute als Opens external link in new windowresonanzstärkster Wirtschaftspreis Deutschlands. 

Seit 31. Januar 2013, dem Ende der Nominierungsvorschläge, läuft Opens external link in new window Phase 2 des Auswahlverfahrens, während der die nominierten Unternehmen ihre Wettbewerbsunterlagen einreichen können. Am 31. Mai 2013 wird die Juryliste auf dem Opens external link in new windowKompetenznetz veröffentlicht. Aus dieser Liste wählen die betreffenden Jurys die Preisträger aus. Jedoch blieben die Namen der ausgewählten Unternehmen bis zur Preisverleihung unter Verschluss, erläuterte Stiftungsvorstand Petra Tröger das Ende von Phase 3 Ende Juli.

Anschaulich berichtete Tröger anhand von vielen Beispielen über die Möglichkeiten der Einbindung des Logos des "Großen Preis des Mittelstandes" in die eigene Marketing-Strategie, die über gewöhnliche Fahnen auf dem Gewerbehof über Website-Verlinkungen bis hin zu mit dem Logo beprägten Vistenkarten reichen kann.

Partner des Mittelstandes

Mit den kontinuierlich abnehmenden Handzeichen auf die drei Fragestellungen, wer von den Anwesenden mit einem Steuerberater, wer mit einem Rechtsanwalt und wer schließlich mit einem Unternehmensberater zusammenarbeite, verblüffte Matthias Brems die Zuhörer. Kurz und knapp lenkte der Düsseldorfer den Blick auf das Netzwerk „Opens external link in new windowDie KMU-Berater e. V.“, deren Slogan „Wir sprechen Mittelständisch“ ist.

Der Verein ist in fünf Regionalgruppen gegliedert, deren Mitglieder einen fachübergreifenden Austausch gewährleisten, gemeinsame Marketing-Aktivitäten entwickeln oder Beratungsbeispiele diskutieren. Die Berater werden einem strengen Kontrollmechanismus unterzogen. „Sie erbringen nicht nur einen Nachweis über Beratungskompetenzen, sondern verpflichten sich außerdem, nur Beratungsaufträge anzunehmen, für die sie qualifiziert sind“, erklärte Brems.

Treffend konnte der Mittelstandsberater zwei Fragen aus dem Publikum, ob zum einen Unternehmen nach einer Beratung tendenziell erfolgreicher sind sowie zum anderen auch Marketing-Konzepte für den internationalen Bereich entwickelt werden, mit ja beantworten.

Schlüssel zur Förderung

Mit markigen Worten heizte Siegfried Franke das Interesse an Mittelstands-Problematiken an, „Wer selber brennt, kann bei anderen Feuer entfachen“ sagte der Wirtschaftsförderer und verwies auf die Erfolge der Opens external link in new windowWFG Waldeck-Frankenberg.

Das mit 3,2 Millionen Übernachtungen nach Frankfurt/Main touristisch stärkste Gebiet Hessens habe zwar nur 15 Kilometer Autobahn, jedoch 11.000 KMU. Seit 40 Jahren ist Franke in Nordhessen tätig. Der „Preisträger 2011“ hatte sich 1999 die Aufgabe gestellt, den Unternehmensbestand im Landkreis Waldeck-Frankenberg nicht nur zu pflegen, sondern zu entwickeln und zu fördern. Durch seine Kontakte zur IHK, HWK, KHW, Agentur für Arbeit, den Kommunen, dem Regionalmanagement Nordhessen, den Regionalbanken, Schulbehörden und Vertretern aus Politik sei es auch gelungen, Maßnahmen zu ergreifen, Opens external link in new windowdie Jugend zu halten.

Laut Franke, gibt es in Deutschland circa 3.000 Wirtschaftsförderer, wobei die staatlichen und kommunalen Stabsstellen eingerechnet sind, die ihr Geschäft nach Aufgabenstellung, Anforderung und Engagement sehr unterschiedlich betreiben.

Der Weg zur Marke

Dieses Bauchgefühl griff Johannes Miunske auf. Vier wesentliche Grundlagen für Unternehmertum seien Mut, Durchhaltekraft und –vermögen sowie die Vision. Auch Letztere müsse zu verwirklichen erst durchgehalten werden, um sich damit zu identifizieren.

Nach 15 Jahren liefert der Opens external link in new windowNutzfahrzeugelektroniker Produkte bereits in 26 Länder. „Eine Marke ist Identität und Persönlichkeit“, sagt der Oberlausitzer. Sie ist das äußere Erscheinungsbild. Ein Markenzeichen solle beibehalten und in neuen Designs aufgefangen werden. Auch das gebe Sicherheit – nicht nur den Kunden, sondern auch der Belegschaft gegenüber, weiß der „Preisträger 2012“ aus eigener Erfahrung zu berichten. Er integrierte seinen früheren Dreiecksflügel in einem runden Logo.

Heißes Herz

Die Sensibilität der Marke bekräftigte Arnd Joachim Garth. Eine Marke müsse nicht nur gelebt werden, sondern auch Leidenschaft erkennen lassen, sagt der Professor vom Institut für Marken- und Kommunikationspsychologie Opens external link in new window„…die Ideenfabrik“.

Die Strahlkraft der Marke bzw. des Unternehmens sei Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs. Garth, der kürzlich den Auftritt der Opens external link in new window„Wohnungsbaugenossenschaft Senftenberg e. G.“ in neues Licht rückte, unterstrich den Vorteil von engagierten Mitarbeitern, klar unterscheidbaren Markenbildern und Drei-Wort-Slogans.

Eine Marke in Verbindung mit Qualität lockt Emotionen hervor. Das Logo des "Großen Preis des Mittelstands" steht für Respekt.

(ops/ahh)

 

Tagungssaal in Fulda, Schlossgarten Maritim Hotel (Foto: OPS Netzwerk GmbH)

Petra Tröger, Vorstand Oskar-Patzelt-Stiftung (Foto: OPS Netzwerk GmbH)

Matthias Brems, KMU-Berater (Foto: OPS Netzwerk GmbH)

Siegfried Franke, WFG Waldeck-Frankenberg (Foto: OPS Netzwerk GmbH)

Johannes Miunske, Fahrzeugtechnik Miunske GmbH (Foto: OPS Netzwerk GmbH)

Prof. Arnd Joachim Garth, "...die Ideenfabrik" (Foto: OPS Netzwerk GmbH)