Freudentränen

(06.09.2012)
Von: Petra Tröger

Seit 18 Jahren organisieren wir jährlich den Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“. In über 50 großen Auszeichnungsgalas saßen jedes Mal Hunderte Unternehmen im Saal, die alle Großartiges geleistet haben. Dazu gehören Unternehmen, die seit Generationen für ihre Mitarbeiter und deren Familien da sind. Unternehmen, die innerhalb einer Generation von der 2-Mann-Garagengründung zum Weltunternehmen erstarkten. Unternehmen, auf deren Engagement sich ihr Bürgermeister, die Vereine und Schulen der Region stets verlassen konnten. Es gehört zu meinen schönsten Gänsehaut-Erfahrungen, wenn ich während der Gala merke, wie diese besondere Ehrung mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ Männer sprachlos macht, die sonst nie um eine Antwort verlegen sind. Wenn ich merke, dass Unternehmer, die schon alles erlebt haben, mit dieser Situation im Scheinwerferlicht auf der Bühne kaum umzugehen wissen. Wenn ich sehe, wie sich harte Kerle, die sonst nichts umhaut, heimlich Tränen der Freude vom Gesicht wischen. Oder einen spontan umarmen und sogar auf der Bühne tanzen. Schönster Dank für unsere ehrenamtliche Arbeit! Das würde nicht passieren, wenn sich die Preisträger vorbereiten könnten. Aber keiner weiß bis zum Aufruf, wer an diesem Abend ausgezeichnet werden wird. Dadurch entsteht dieser emotionale Überraschungseffekt. Auch daheim im vertrauten Büro würde das nicht passieren. Aber vor mehreren hundert Gästen, das sind „unsere“ Preisträger nicht gewöhnt, darauf konnten sie sich nicht vorbereiten. Und das würde auch nicht passieren, wenn die Gäste im Saal, den Ausgezeichneten mit Neid und Missgunst begegnen würden. Jeder, der in diesem Wettbewerb nominiert ist, gehört schon zur Elite des unternehmerischen Mittelstandes und freut sich mit den Ausgezeichneten. Bleiben Sie sich Ihrer Stärken bewusst und genießen Sie die seltenen Momente der Anerkennung. Ich freue mich darauf, Sie zu den Preisverleihungen begrüßen zu können. Sie gehören zu den Besten. Zu denen, die etwas zu sagen haben, etwas weiterzugeben haben. Die Realitäten schaffen. Die nicht nur reden, sondern handeln.

Ihre Petra Tröger

(Foto: OPS Netzwerk GmbH)