Der „Große Preis des Mittelstandes“ geht in die entscheidende Phase

(19.07.2011)
Von: Matthias Freiling
Nichts geht – ohne den Mittelstand

Dessau-Roßlau. 35 mittelständische Unternehmen folgten letzten Donnerstag dem Ruf der Oskar-Patzelt-Stiftung ins Anhaltische Theater Dessau. Hier wurden sie im Rahmen des wichtigsten deutschen Wirtschaftspreises für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Gleichzeitig dürfen sich diese Vorzeigebetriebe des Landes Sachsen-Anhalts mit dem Erreichen der zweiten Wettbewerbsstufe weiter Hoffnungen auf den „Großen Preis des Mittelstandes“ machen. „Die Oskar-Patzelt-Stiftung verleiht Ihnen heute Abend nicht nur eine Urkunde, sondern vor allem die Anerkennung und den Respekt, den Sie mit Ihrer täglichen Arbeit verdienen“, so Matthias Freiling, Geschäftsführender Gesellschafter der GfM-Gruppe, Botschafter des Wettbewerbs und Moderator des Abends.

Der Bedeutung des Anlasses angemessen zeigten sich sowohl die eingeladenen Referenten als auch die Gästeliste. Mit den Vertretern der auszuzeichnenden Unternehmen besuchten rund 100 Besucher die Urkundenverleihung. Generalintendant André Bücker hob zu Beginn der feierlichen Veranstaltung die Chancen der Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Kulturbetrieb hervor. Mit Prof. Dr. Mirko Peglow kam im nächsten Programmpunkt ein Vertreter der „Pergande-Group“, ein mittelständische Vorzeigeunternehmen aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld, zu Wort. Als Teil der Geschäftsführung eines mehrfach von der Oskar-Patzelt-Stiftung prämierten Betriebes konnte er ideal darstellen, welch hohen Stellenwert mittlerweile der „Große Preis des Mittelstandes“ für die Unternehmenslandschaft einnimmt.

Michael Richter, Staatssekretär des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, veranschaulichte anschließend mit seinem Vortrag „Unter Volldampf“ die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik des Landes auf den Mittelstand und warf gleichzeitig einen Blick in die Zukunft. Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Exweltmeisters im Radsport Uwe Raab. Im Interview mit Matthias Freiling konnten beide Protagonisten den Bogen schlagen zwischen sportlichem Kampfgeist und unternehmerischen Stehvermögen. Als vielfacher Etappensieger konnte die aus Wittenberg stammende Radsportlegende aus erster Hand berichten, welchen Anreiz die öffentliche Würdigung der eigenen Leistung ausüben kann.

Die Urkundenverleihung selbst nahmen Staatssekretär Richter und Uwe Raab vor – moderiert von Matthias Freiling.

Für den 17. Wettbewerb um den Großen Preis des Mittelstandes 2011 wurden bundesweit 3.522 Unternehmen von mehr als 1.000 Kommunen, Institutionen, Kammern und Verbänden nominiert, darunter 183 aus Sachsen-Anhalt. Davon nahmen insgesamt 56 Betriebe die erste große Hürde und erreichten die Juryliste. Die dafür verliehene Urkunde konnten Vertreter von 35 Betrieben im feierlichen Ambiente des Dessauer Theaters persönlich in Empfang nehmen. Die Entscheidung über die finalen Preisverleihungen fällen wie in jedem Jahr Regionaljurys der zwölf Wettbewerbsregionen sowie eine Abschlussjury. Je Region werden drei Unternehmen als Preisträger und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet werden. Eine der drei regionalen Auszeichnungsgalas findet in Magdeburg am 11. September statt. Weiterhin werden bundesweite Sonderpreise ausgelost – z. B. für die Kommune des Jahres. Die Sonderpreise werden Ende Oktober auf dem Bundesball in Berlin verliehen.

Der „Große Preis des Mittelstandes“ ist der einzige bundesweite Wettbewerb, der ein Unternehmen in seiner Gesamtheit analysiert. Neben betriebswirtschaftlichen Kriterien stehen auch so genannte weiche Faktoren wie soziales Engagement oder nachhaltige Personalentwicklung bei der Bewertung der Unternehmen im Fokus. Kein anderer Mittelstandswettbewerb in Deutschland erreicht eine solch große und über viele Jahre anhaltende Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-Stiftung seit 1994 ausgelobte „Große Preis des Mittelstandes“. Zudem ist er nicht dotiert. Es geht für die Unternehmen um Ehre und öffentliche Anerkennung. Dies dürften gleichzeitig die Hauptgründe sein, warum der „Große Preis des Mittelstandes“ bei einer wissenschaftlichen Untersuchung sämtlicher Wirtschaftspreise in Deutschland von der „isw – Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH“ an die erste Stelle der wichtigsten Wirtschaftspreise bundesweit gesetzt wurde.

In Dessau-Roßlau ist die GfM seit mittlerweile drei Jahren Servicestelle der Oskar-Patzelt-Stiftung und damit erste Ansprechpartnerin in Bezug auf den Großen Preis des Mittelstandes in der Region. Henning Rode, Leiter der Servicestelle, steht zur Beantwortung weiterer Fragen zur Verfügung.

(Quelle: Oskar-Patzelt-Stiftung)