„Das motiviert uns außerordentlich“

(13.01.2011)
Stimmen zur Pressekonferenz der Oskar-Patzelt-Stiftung: Unternehmer betonen herausragende Bedeutung des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ – und bedauern die weiterhin kaum vorhandene Wahrnehmung unternehmerischer Leistungen in der Öffentlichkeit

Es war vor allem die eine Frage, die auf der Pressekonferenz der Oskar-Patzelt-Stiftung zur Vorstellung der Benchmark-Studie „Wirtschaftswettbewerbe“ lebhafte und teilweise sehr emotionale Reaktionen auslöste:

Welche Bedeutung hat denn der Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ für die Unternehmer und Wirtschaftsförderer?

Stefan Findeisen, Geschäftsführender Gesellschafter der ELMO-Elektromontagen Leipzig GmbH, brachte es auf den Punkt: „Wir sind froh, wenn wir über so einen Wettbewerb endlich mal ein Feedback bekommen. Das motiviert uns als Unternehmer und auch unsere Mitarbeiter außerordentlich.“ Er vermisse in den Medien weitgehend die Wahrnehmung des Mittelstandes und seiner Leistungen.

Gerd Kalbitz sah es genauso. Der Vorstandsvorsitzende der Obstland Dürrweitzschen AG kritisierte zudem, dass der Mittelstand zwar in den Reden der Politiker immer wieder als das „Rückgrat der Nation“ bezeichnet werde, mit den schönen Worten aber keine entsprechenden Taten verbunden seien. Kalbitz dankte den Organisatoren des Wettbewerbs und betonte dessen Wirkung in das Unternehmen hinein: Seine Mitarbeiter seien auf die Auszeichnung ihres Unternehmens sehr stolz gewesen.

Auch Carina Radon ärgert die mangelhafte Berichterstattung. Die Bürgermeisterin von Markranstädt hob hervor, dass ihre Stadt erst durch den „Großen Preis des Mittelstandes“ als „Serviceunternehmen“ für den Bürger wahrgenommen wurde: „Da bekamen wir positive Resonanz, das ist für uns ein Ansporn.“

Für Cornelia Rössel, Marketingleiterin der ASL-Alles Saubere Leistung GmbH, sind mit der Auszeichnung beim „Großen Preis des Mittelstandes“ vor allem große Emotionen verbunden: „Das war ein wahnsinnig emotionaler Moment, der uns mit unheimlich viel Stolz erfüllte. In diesem Moment wurde uns erst so richtig klar: Wir haben etwas erreicht.“ Auch sie dankte ausdrücklich den Veranstaltern des Wettbewerbs.

Sirko Werner, Amt. Abteilungsleiter Unternehmensförderung der IHK Leipzig, schilderte den Umgang mit Wirtschaftswettbewerben aus Sicht der Kammern. Auch er hob die herausragende Stellung des „Großen Preises des Mittelstandes“ hervor, der sich bereits zu einer anerkannten „Marke“ entwickelt habe.

Dr. Maria Peter, stellv. Vorstandsvorsitzende des Europa-Hauses Leipzig e.V., erinnerte sich als „Wegbegleiter der 1. Stunde“ noch genau an die ungeheuren Schwierigkeiten in den Anfangsjahren der Initiative – und brachte den Stiftungsvorstand beinahe in die Bredouille: Ob denn die Idee nun auch ins Ausland vermarktet werde, wollte sie wissen.

Mit der Frage hatte niemand gerechnet. Dabei erscheint der Gedanke eigentlich nur folgerichtig: Nach dem Start in der Stadt Leipzig 1994/95 erfolgte die Ausdehnung des Wettbewerbs über Sachsen und weitere Bundesländer schließlich 2003 auf ganz Deutschland. Und hier ist er mittlerweile der bedeutendste Wirtschaftspreis. Also…

Aber so weit wollten sich Petra Tröger und Dr. Helfried Schmidt, die Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, dann doch nicht aus dem Fenster lehnen. Ganz ausgeschlossen (für die Zukunft) ist die Sache allerdings nicht. Zumindest in Österreich sei der „Große Preis des Mittelstandes“ schon heute bekannt, erklärten die Vorstände. Eine unabdingbare Grundvoraussetzung seien starke Partner.

Öffnet externen Link in neuem FensterHier der Bericht von Leipzig-Fernsehen

Pressesprecher Bernd Schenke und Vorstand Petra Tröger bei der Präsentation der Oskar-Patzelt-Stiftung

Stephan Findeisen und Carina Radon während der Diskussion

Carina Radon (links) und Gerd Kalbitz (Mitte)