Ausgezeichnetes Familienunternehmen am Niederrhein

(02.04.2012)
2011-Finalist Claytec im Jahr 2012 wieder für den Großen Preis des Mittelstands nominiert

"Als meine Mutter unseren Firmennamen hörte, ist sie völlig überrascht aufgesprungen. Keiner von uns konnte damit rechnen, dass Claytec gleich im ersten Jahr unter den Finalisten sein würde." beschreibt Maximilian Breidenbach seinen Eindruck bei der festlichen Preisverleihung der Oskar-Patzelt-Stiftung 2011 in Düsseldorf. Peter Breidenbach, Claytec Firmengründer und Inhaber des Herstellers von Lehmbaustoffen, repräsentierte das eigene Unternehmen zur selben Zeit in Österreich beim nationalen Tag des Denkmals. Und wie es sich für ein Familienunternehmen schickt, sprangen andere Familienmitglieder selbstverständlich ein und nahmen die hohe Auszeichung bei diesem offiziellen Anlass entgegen. Unternehmerin Gabi Breidenbach wurde zu der Verleihung des Großen Mittelstandspreises in NRW von ihren beiden Söhnen (Maximilian, 22, Simon,16) und Maximilians Freundin Ann-Kathrin Wehling, 21, begleitet.

Die Oskar-Patzelt-Stiftung ehrt mit diesem bundesweiten Preis herausragende Leistungen mittelständischer Betriebe. Und das Viersener Unternehmen erfüllte in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen alle Kriterien, die zu der offiziellen Würdigung führte. "Schon die Nominierung, das Erreichen des Halbfinales und schließlich die Einladung in die Landeshauptstadt zum feierlichen Bankett waren für uns ein Erfolg und eine Anerkennung unserer Leistungen." erinnert sich Gabi Breidenbach. Mit der Ehrung als Finalist 2011 besteht 2012 die Chance auf einen der Hauptpreise. "Eine solche Auszeichnung, wie schon der Deutsche Nationalpreis für Denkmalpflege (1997) und der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege (2000) sind nach innen und außen deutliche Zeichen, dass wir mit unserer Unternehmenspolitik auf dem richtigen Weg sind."

Zu dieser Unternehmenspolitik gehört auch, dass den drei Kindern grundsätzlich eine berufliche Zukunft im Betrieb angeboten wird. Schon immer bekamen die Kinder beim gemeinsamen Mittagessen, an dem neben dem Unternehmerehepaar regelmäßig auch der technische Leiter Ulrich Röhlen teilnimmt, die Gespräche rund um die Firmenbelange mit. Der älteste Sohn, Maximilian, studiert zur Zeit Communications and Marketing in Dortmund an der International School of Management, ISM. Nach Abschluss des Studiums und "Lehr- und Wanderjahren" plant er seine berufliche Zukunft im Familienunternehmen. Auch seine Freundin Ann-Kathrin Wehling bringt sich bereits in den Betrieb ein. Sie absolviert bei Claytec gerade ihr Praxissemester im Marketingstudium. Zu ihren Aufgaben gehörte die Mithilfe beim Symposium "Innendämmung mit Lehm" im Januar 2012 im Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Essen. Dieses äußerst erfoglreiche Symposium am Rande der Deubau wurde für Claytec maßgeblich von der Tochter Yola Breidenbach, 21, organisiert. Im Februar begann Yola Breidenbach ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau in einem der ersten Häuser in Düsseldorf. Bis dahin stand sie Claytec als engagierte Kraft zur Verfügung.

Simon, 16, strebt ebenfalls das Abitur an. Wohin sich der jüngste Breidenbach Spross im Detail orientieren wird, steht noch nicht fest. Er begleitet Vater Peter allerdings schon zu Vorträgen und Veranstaltungen und zeigt sich am Baustoff Lehm und den Themen Architektur und Denkmalschutz äußerst interessiert.

Inzwischen kann sich Gabi Breidenbach wieder mehr und mehr in die Geschäftsführung des Betriebs einbringen. Die räumliche Nähe von Wohn- und Arbeitsstätte ermöglichte ihr schon immer, Familie und berufliche Tätigkeit miteinander zu verbinden. Die Grenzen zwischen Familie und Firma sind, wie in vielen inhabergeführten Betrieben, bekanntlich fließend. Als Unternehmerin auf einer Bühne eine Firmenauszeichnung entgegen zu nehmen, war allerdings auch für sie neu. Im Herbst 2012 wird sich zeigen, ob sie für Claytec den Großen Mittelstandspreise überreicht bekommt.

V.li.: Simon Breidenbach, Gabi Breidenbach, Ann-Kathrin Wehling, Maximilian Breidenbach

Die Preisträger und Finalisten in Düsseldorf 2011