Frau Barbara Stamm

"Wer hier nominiert wurde, hat allein durch diese Auswahl bereits eine Auszeichnung 1. Güte erfahren." Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtages, 2010

Benchmarkstudie 2011: "Der 'Große Preis des Mittelstandes' ist Deutschlands wichtigster Wirtschaftspreis."

DIE WELT (2009): „Der von der Oskar-Patzelt-Stiftung vergebene 'Große Preis des Mittelstandes' ist deutschlandweit die begehrteste Wirtschaftsauszeichnung.“


Qualitätsmanagement aller Entscheidungs- prozesse, zertifiziert nach DIN ISO 9001:2008


Schirmherren

Finalisten 2011 aus Sachsen-Anhalt

(Samstag 03. September 2011)

v.l.n.r.: Romy Harnapp, Geschäftsführerin Blech- und Technologiezentrum Linda GmbH; Dr. Ulrike Fiedler, Geschäftsführerin Scil Proteins GmbH; Delphine Mittelberger-Dumas, Leiterin Vertrieb und Marketing

v.l.n.r.: Romy Harnapp, Geschäftsführerin Blech- und Technologiezentrum Linda GmbH; Dr. Ulrike Fiedler, Geschäftsführerin Scil Proteins GmbH; Delphine Mittelberger-Dumas, Leiterin Vertrieb und Marketing

184 Unternehmen aus der Wettbewerbsregion Sachsen-Anhalt wurden im Wettbewerbsjahr 2011 für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. Fünf von Ihnen werden heute als FINALIST geehrt. Diese fünf sachsen-anhaltinischen Unternehmen investierten allein im Jahr 2010 5,8 Millionen Euro. Sie stabilisieren damit die Wirtschaftskreisläufe der Region und die Zukunftssicherheit ihrer Betriebe.

•    AIS Kursawe Anlagenbau & Industrieservice, Kemberg

Damit´s zukünftig ruhiger zugeht

Ein Team erfahrener Ingenieure, Meister, Konstruktionsmechaniker, Schweißer, Stahlbauschlosser und Monteure sichert den guten internationalen Ruf des Unternehmens in den Sektoren Anlagenbau und technologischer Stahlbau. Zu den Auftraggebern gehören Firmen in Belgien, England, Italien und den USA. Eine hohe Flexibilität für die chemische, Lebensmittel-, Pharma- und Solarindustrie sowie die Umwelttechnik, das Finden von Nischen, die in den verschiedenen Branchen existieren und Problemlösungen erfordern, haben dem Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal gebracht.
Ein zweites Geschäftsfeld ist die Forschung und Entwicklung von Produkten und Verfahren zur Verwertung nachwachsender Rohstoffe in der Industrie. Hier sind als Ergebnisse u. a. eine multivalente Technologie zur Herstellung von Platten aus nachwachsenden Rohstoffen, ein Wärme dämmender Stein (Kemberger Dämmstein) und Vorwand-Schallschutzelemente für den Straßen- und Schienenverkehr unter Verwendung von herkömmlichem Beton und nachwachsenden Rohstoffen zu nennen.

Das Unternehmen ist mit einem F&E-Fonds von 113.000 Euro im Vorjahr und mit einem hoch qualifizierten Team diplomierter Verfahrenstechniker, Chemiker und Anlagenbauer ein kompetenter und sehr geschätzter Kooperationspartner für industrielle Forschung. Die 22 Mitarbeitern und drei Auszubildenden erwirtschafteten im Vorjahr einen Umsatz von 1,03 Mio. Euro.

Zur betrieblichen Nachwuchssicherung besteht enger Kontakt zur Schule vor Ort. Zu den jährlich stattfindenden Projekttagen zur Berufsorientierung der Klassen 9 und 10 werden auf dem Firmengelände Veranstaltungen durchgeführt. Den Mädchen und Jungen wird das Berufsbild des Konstruktionsmechanikers für Metall- und Schiffbau erläutert und die verfolgen mit großem Interesse, wie in der Werkstatt und auf den Baustellen gearbeitet wird.

AIS Kursawe wurde zum 3. Mal seit 2009 von der IHK Halle-Dessau zum Wettbewerb nominiert.

•    Autohaus Heise GmbH, Dessau

Die „Serviceprofis“ von der Elbe

Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen, Werkstattleistungen für alle Fabrikate, Verkauf und Vermittlung von Finanzdienstleistungen sowie Unfallschaden-Kompetenz-Center sind die Leistungsangebote des Unternehmens. Es hält eine 60-prozentige Beteiligung an den Dessauer Steinmetzwerkstätten DSW, 51 Prozent an der Werbeagentur "3undzwanzig" und ist Mehrheitsgesellschafter der Sport- und Freizeitpark Dessau GmbH. Im Dezember 2010 gründete Firmeninhaber Karl-Heinz Heise außerdem die gleichnamige Stiftung als gemeinnützige Bürgerstiftung. Ihr Hauptzweck ist die Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Stadt Dessau-Roßlau, insbesondere in den Bereichen Kunst-, Kultur- und Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz. Mit diesem Schritt wurden die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sowie die Arbeitsplätze der insgesamt 63 Mitarbeiter und zwölf Auszubildenden in den nächsten Jahren abgesichert.  

Unter dem Label "Die Serviceprofis" bildet absolute Kundenzufriedenheit die Basis für den Unternehmenserfolg. Und der wird beispielsweise durch regelmäßige Platzierungen in den Top 100 der bundesweit besten Verkäufer im "Audi Sales Cup", der "VW-Master-Class" und bei den VW-Nutzfahrzeugen, und der Top-Ten-Platzierung durch die Kfz-Innung als einen von deutschlandweit 170 zertifizierten Oldtimer-Fachbetrieben bestätigt.
Hauptziel bleibt die Markführerschaft. Das Unternehmen will der Händler mit dem größten Eigenanteil von zugelassenen Audi- und Volkswagen im vorhandenen Markt sein.

Die Sicherung des Nachwuchses steht oben an. Regelmäßig werden Schul- oder vorbereitende Praktika angeboten, um potenziellen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich bewusst für eine Ausbildung im Unternehmen zu entscheiden. Durch den „Girls Day“ wurden drei motivierte und inzwischen gut qualifizierte junge Frauen für technische Ausbildungsberufe begeistert.

Das Autohaus Heise wurde zum 2. Mal seit 2010 von der GfM Gesellschaft für Mikroelektronik zum Wettbewerb nominiert.

•    Blech- und Technologiezentrum Linda GmbH, Jessen/OT Linda

In der eigenen Stärke liegt die Kraft

Das Unternehmen verfügt über kein eigenes Produkt, hat aber als reiner Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau alle Hände voll zu tun, Aufträge nach Vorgaben der Kunden zu erfüllen, die eine Idee entwickeln, die im Unternehmen in Jessen in die Praxis umgesetzt wird. Das geschieht allerdings nicht, ohne die Fertigungs-, Funktions- und Kostenoptimierung der einzelnen Kundenprodukte ständig im Auge zu haben. In diesem Prozess hat man sich zum System- bzw. Komplettanbieter gewandelt, was heißt: Zuschnitt, Biegen und Walzen, Stanzen, Schweißen und Montieren bis hin zur Farbgebung kommen aus einer Hand.

Aktuell stehen die Stabilisierung und der Ausbau des Leistungsangebots im Blickpunkt. Das bedeutet Fertigung kompletter Anlagen, von Bearbeitungsmaschinen, Maschinenverkleidungen und Tankbau, allein nach vorliegenden Kundenzeichnungen. Qualität zu fairen Preisen, Innovation und Flexibilität stehen da ganz oben an.

Mit dem Ausbau des Projektes Behälterbau und dafür getätigten Investitionen von fünf Mio. Euro hat sich das Unternehmen ein zweites und erfolgreiches Standbein geschaffen. Jetzt geht es um die Sicherung weiterer Marktanteile in diesem Bereich. Der Sonderspeicherbau - beim Kunden direkt vor Ort - soll dabei helfen.

Durch die erfolgte Zertifizierung zum „familienfreundlichen Unternehmen“ gibt es keine Probleme bei der Akquise von Fachkräften. Das Stammpersonal konnte in den letzten Jahren von 35 auf 76 Mitarbeiter inkl. fünf Auszubildender erhöht werden, die einen Umsatz von 6,2 Mio. Euro erwirtschaften.
Auch die Leitungsstrukturen wurden in diesem Zeitraum zielgerichtet entwickelt, eigene Mitarbeiter geschult und motiviert, um Führungsaufgaben zu übernehmen. Auf diese Weise wurde kein Führungspersonal neu eingestellt, sondern aus der Stammbelegschaft heraus entwickelt.

Das Blech- und Technologiezentrum Linda wurde erstmals von der IHK Halle-Dessau zum Wettbewerb nominiert.

•    Miltitz Aromatics GmbH, Bitterfeld-Wolfen

Mut in der Finanzkrise wurde belohnt

Das Unternehmen knüpft an eine lange mitteldeutsche Tradition der Riech- und Aromenindustrie an, die in Miltitz bei Leipzig ihre Wurzeln hat und zu der die chemische Produktion am Standort Bitterfeld-Wolfen über lange Jahre beitrug. Mit hohem Innovationspotenzial, gutem Service und angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis werden wichtige Komponenten für die Parfüm- und Riechstoffproduktion sowie die Aromenindustrie hergestellt.

Der Ausbau und die Entwicklung der Weltmarktführerschaft bei Hydroxyambran - einem der weltweit besten Riechstoffe -, die verstärkte Eigenproduktion und Optimierung der Kostenstruktur für spezielle Fettaldehyde - ein Riechstoff, der u. a. in Chanel No. 5 Verwendung findet -, der Auf- und Ausbau größerer Produktionskapazitäten für feste Spezialchemikalien in Kooperation mit dem jeweiligen Branchenführer und der Ausbau eigener Hydrierkapazitäten um Kostenabhängigkeiten von Dritten zu minimieren, waren sinnvolle Optimierungsmaßnahmen zur Ertragssteigerung.
Eine während der Finanzkrise errichtete Destillationsanlage brachte 2010 mit 11,4 Mio. Euro das umsatzstärkste Jahr in der Firmengeschichte.

Ausdruck eines guten Betriebsklimas für die 37 Beschäftigten und sechs Auszubildenden sind u. a. der geringe Krankenstand - der auch durch den Erholungsurlaub von regelmäßig 30 Tagen für alle in Schicht beschäftigten Mitarbeiter begründet ist, eine ausgewogene Geschlechterverteilung - in der ersten Leitungsebene besteht ein Frauenanteil von rund 40 Prozent, auch in Produktion/Verwaltung/Labor sind überdurchschnittlich viele Frauen beschäftigt sowie eine geringe Fluktuation.

Junge Menschen in der Region sollen für die Chemie begeistert und für sie Zukunftsperspektiven geschaffen werden. Dafür stehen Exkursionen, Schüler- und Studentenpraktika zur Verfügung. Im Rahmen vielfältiger Forschungskooperationen mit Universitäten führen Chemiestudenten regelmäßig  Forschungsarbeiten im Unternehmen durch.

Miltitz Aromatics wurde zum 2. Mal seit 2010 von der IHK Halle-Dessau zum Wettbewerb nominiert.

•    Scil Proteins GmbH, Halle/S.

Im Dienst der Gesundheit

Das Unternehmen entwickelt auf der Basis von Proteinen neue innovative Arzneimittel und stellt diverse Wirkstoffe her. Es verfügt international über ein einmaliges Know-how zur Herstellung proteinbasierter Therapeutika in mikrobiellen Systemen (E.coli) und über eine herausragende Expertise in der pharmazeutischen Herstellung von proteinbasierten Arzneimittelwirkstoffen für klinische Studien und den Markt.

Im Mittelpunkt steht für die 110 Mitarbeiter die Erforschung und Entwicklung von Affilin® Therapeutika und Diagnostika, die eine bessere Wirksamkeit als herkömmliche Therapieansätze haben und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Das erfolgt profitabel bei der Entwicklung und Produktion von Medikamenten sowie in einer sozialen, familienfreundlichen, professionellen und international wettbewerbsfähigen Umgebung. Zwei selbst entwickelte Affilin® Produktkandidaten gegen Krebs werden in den nächsten drei Jahren in die klinische Prüfung gebracht; die Identifizierung, Entwicklung und Produktion erfolgen im Unternehmen.

Kooperationspartner für wissenschaftliche Belange und für die Entwicklung der Technologien sind Universitäten in Dresden, Halle, München und Regensburg. Zur Entwicklung von Produkten sind es industrielle, europäische Dienstleistungsunternehmen sowie industrielle Partner.
Im Dienstleistungsbereich wird mit Biotech- und Pharmaunternehmen weltweit zusammen gearbeitet.
Da pharmazeutische Produktentwicklungen 10 bis 15 Jahre dauern und zwischen 100 und 500 Mio. Euro kosten, werden eigene Entwicklungen nur bis zur klinischen Testphase I gebracht. Die weitere Entwicklung inkl. Markteintritt erfolgt nach Auslizenzierung an große Pharmaunternehmen. Das  Unternehmen hat dennoch ein beachtliches Intellectual Property (IP) Portfolio, das exklusive Rechte für alle wichtigen Firmenbereiche sichert. Es verfügt über umfassenden Patentschutz in allen wichtigen Weltmärkten, u. a. in vielen europäischen Ländern, in China, Japan, Kanada und den USA. Zum Patentportfolio gehören derzeit 14 Patentfamilien mit ungefähr 150 Patenten und Anmeldungen.

Scil Proteins wurde zum 3. Mal seit 2002 von der Wirtschaftsförderung der Stadt Halle/S. zum Wettbewerb nominiert.


  



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